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Deutschland / Weltweit Diesel soll deutlich teurer werden
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14:51 08.04.2011
Benzin kostet inzwischen an Tankstellen hierzulande im Schnitt 1,57 Euro je Liter, Diesel 1,47 Euro. Quelle: dpa (Archiv)

Diesel könnte im Vergleich zu Benzin teurer werden. Die EU-Kommission will am Mittwoch eine neue Energiesteuer-Richtlinie vorstellen. Sie sieht vor, dass Kraft- und Heizstoffe in Zukunft nicht mehr nach ihrer Menge, sondern nach ihrem Energiegehalt besteuert werden. Dies sagte ein Sprecher des zuständigen EU-Kommissars Algirdas Semeta am Freitag in Brüssel. Der Energiegehalt von Diesel ist höher als der von Benzin.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, die EU-Kommission wolle Diesel verteuern. Das sei falsch, betonte der Sprecher. Teurer als heute werde Diesel nur dann, wenn Deutschland Steuern verlange, die deutlich über den von der EU vorgeschlagenen Mindeststeuersatz hinausgingen. Allerdings würden die neuen Regelungen nicht vor 2020 an den Tankstellen zu spüren sein. Am Freitag wurden die Teuerung jedoch bestätigt, wie einzelne Medien berichten.

Mit der überarbeiteten Richtlinie wolle die EU-Kommission Energiepreise zeitgemäßer machen. Künftig sollen auch Emissionen des klimaschädlichen Kohlendioxids in die Verbraucherpreise an den Tankstellen einfließen. Autofahrer sollen bei der Wahl eines Kraftstoffes dessen Effizienz und Klimafreundlichkeit vergleichen können. Die bislang geltende Besteuerung anhand von Mengen habe historische Gründe gehabt, sagte der Sprecher.

Ölpreise auf Höhenflug - Höchster Stand seit Sommer 2008

Öl ist so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Freitag zeitweilig schon mehr als 124 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ist der höchste Stand seit August 2008. Auch der Preis für US-Öl steigt weiter und liegt bereits deutlich über 111 Dollar je Faß. Innerhalb eines Jahres sind die Ölpreise damit für Brent um mehr als 40 Prozent, für US-Rohöl um gut ein Viertel gestiegen.

Die Verbraucher müssen beim Benzin und Heizöl immer tiefer in die Tasche greifen. Benzin kostet inzwischen an Tankstellen hierzulande im Schnitt 1,57 Euro je Liter, Diesel 1,47 Euro. Das ist noch knapp unter den Höchstständen vom Sommer 2008. Für die vom Öl abhängigen Wirtschaftszweige werden die höheren Preise zunehmend zur Belastung. Für Deutschland rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute dennoch mit einer Fortsetzung des starken Aufschwungs.

Als Hauptgrund für die hohen Ölpreise wird die Unsicherheit über die Auswirkungen der weltweiten Krisenherde auf die Weltwirtschaft genannt. Vor allem gebe es weiter Versorgungsängste wegen der Unruhen in der arabischen Welt. Die blutigen Auseinandersetzungen in Libyen, das viel Öl und Gas nach Europa liefert, schüren die Besorgnis noch. Das hohe Preisniveau könnte die Ölnachfrage auch aus wichtigen Industrieländern wie den USA oder China belasten, hieß es am Markt.

Für zusätzliche Nervosität sorgen laut Commerzbank auch die Wahlen in Nigeria an diesem Wochenende. Eventuelle Lieferausfälle im größten afrikanischen Ölförderland könnten die Angebotssituation insbesondere bei qualitativ hochwertigem Öl weiter verschärfen, heißt es in einer Studie.

Der Preis für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg am Freitag zeitweilig auf 111,45 Dollar je Barrel, 1,35 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) lag zuletzt im Durchschnitt bei 117,65 Dollar je Barrel, wie die Opec in Wien errechnete.

Die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken und Branchenkenner waren zum Jahreswechsel noch davon ausgegangen, dass der Ölpreis 2011 aufs Jahr bezogen zwischen 70 bis 90 Dollar je Barrel liegen wird.

dpa

Die Tarifverhandlungen für rund 20.000 Lokführer der Deutschen Bahn sind am Freitag in eine entscheidende Phase getreten.

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