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Deutschland / Weltweit Spediteur und Dutschke-Freund Zapf ist tot
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20:03 21.08.2014
Überraschend im Alter von 62 Jahren gestorben: Klaus Zapf. Quelle: dpa
Berlin

Der Umzugsunternehmer Klaus Zapf ist tot. Er sei an diesem Mittwoch überraschend im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, teilte seine Firma am Donnerstag in Berlin mit.

Die Spedition zählt heute zu den größten Umzugsunternehmen in Europa. Nach eigenen Angaben betreut die von Zapf 1975 gegründete Firma an 14 Standorten mit 600 Mitarbeitern mehr als 60.000 Kunden.

Der aus Baden-Württemberg stammende Zapf war 1974 in den Westteil Berlins gezogen und hatte zunächst Entrümpelungen und Klaviertransporte organisiert. Allmählich wuchs die Firma aus dem grün-alternativen Milieu zu einem konkurrenzfähigen Unternehmen heran.

Nach dem Mauerfall gründete Zapf bundesweit Niederlassungen, baute ein europäisches Netzwerk aus und setze Container ein. Nach Firmenangaben sei jeder 80. Bürger mindestens einmal mit Zapf umgezogen.

Mit seiner Persönlichkeit spiegele Zapf den Wandel Berlins, erklärte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Aus seinen politischen Überzeugungen habe der Unternehmer nie einen Hehl gemacht und sich vor allem in der beruflichen Bildung engagiert.

Zapf, gern mit Zottelbart und Pferdeschwanz unterwegs, bekannte sich zu seinen linken Sympathien und war Freund des Studentenführers Rudi Dutschke. Als Kleinaktionär verklagte er immer wieder Großunternehmen, wurde deswegen aber auch vom Landgericht Frankfurt in einem Fall wegen "Rechtsmissbrauchs" zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.

dpa

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