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Deutschland / Weltweit Das IHK-Lager spaltet sich auf Dauer
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21:42 12.08.2014
Von Jens Heitmann
Vereinigung gescheitert: Die Industrie- und Handelskammer Hannover bleibt dem NIHK – dem Zusammenschluss der Kammern in Niedersachsen – weiterhin fern. Quelle: Thomas
Hannover

Über einen längeren Zeitraum hatten die sieben IHK-Präsidenten darüber verhandelt, das vor neun Jahren in zwei Parteien zerbrochene Lager erneut zu einen – jetzt hat der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) die Trennung mit der Berufung einer eigenen Hauptgeschäftsführerin zementiert: Celles Erste Stadträtin Susanne Schmitt soll von November an die Interessen von fünf IHK vertreten, wie der NIHK am Dienstag mitteilte. Die Kammern in Hannover und Braunschweig bleiben außen vor.

Der Streit zwischen den IHK hatte sich 2005 an einer Personalie entzündet. Die Kammern in Lüneburg-Wolfsburg, Stade, Ostfriesland, Oldenburg und Osnabrück stießen sich seinerzeit an der Arbeit des ehemaligen Hauptgeschäftsführers Wilfried Prewo, der in Personalunion Chef von IHK Hannover und NIHK war. Es sei immer wieder vorgekommen, dass die Meinung der IHK Hannover ohne Abstimmung mit den übrigen Kammern als Position des NIHK dargestellt worden sei, hieß es damals.

Daraufhin trennten sich die Wege: Die fünf „aufmüpfigen“ Kammern treten seither als NIHK auf, die Allianz aus Hannover und Braunschweig nennt sich „Niedersächsische IHK-Arbeitsgemeinschaft“.

Mit der Trennung waren beide Seiten zwar nicht glücklich, aber erst im Sommer 2012 – nach dem Ausscheiden von Prewo aus dem Amt – kam es wieder zu Gesprächen über eine gemeinsame Zukunft.

„Wir haben in den zurückliegenden zwei Jahren dem NIHK mehrfach angeboten, die IHK-Interessen gegenüber der Landesregierung mit einer Stimme zu vertreten unter fairer Einbeziehung aller sieben Kammern“, sagte der hannoversche IHK-Präsident Hannes Rehm der HAZ. Den NIHK-Vorsitz wollte man unter den IHK-Präsidenten rotieren lassen – der hannoversche Hauptgeschäftsführer Horst Schrage aber sollte in Personalunion auch das NIHK-Tagesgeschäft managen. „Wir halten es für ein Gebot der Wirtschaftlichkeit, unnötige Doppelstrukturen zu vermeiden“, sagte Rehm.

Bei den anderen Kammern kam diese Idee nicht gut an. „Wir brauchen einen eigenständigen Hauptgeschäftsführer“, sagte NIHK-Präsident Gert Stuke. „So eine Aufgabe ist nicht so nebenbei machbar.“ Darüber hinaus bauen die fünf Kammern offenbar in einigen Bereichen offenbar lieber auf ihre eigenen Kompetenzen. Als Beispiele nannte Stuke die Themen Häfen, Ernährung und Erneuerbare Energien.     

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