Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Weltweit Daimler beglückt Personal und Aktionäre
Mehr Welt Wirtschaft Deutschland / Weltweit Daimler beglückt Personal und Aktionäre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:42 05.02.2015
„Ein Niveau erreichen, das es in diesem Unternehmen bisher nicht gab“: Daimler-Chef Dieter Zetsche will den Konzern zur Nummer eins im Premiumsegment machen. Foto: dpa Quelle: Bernd Weissbrod
Stuttgart

Bei der Ertragskraft wolle Daimler „ein Niveau erreichen, das es in diesem Unternehmen bisher nicht gab“, kündigte Vorstandschef Dieter Zetsche am Donnerstag in Stuttgart an. Die Schwaben wollen ihre Erzrivalen BMW und Audi bis 2020 überholt haben und die Nummer eins im Premiumsegment werden.

Aktionäre und Mitarbeiter profitieren von dem erfolgreichen Jahr 2014. Zetsche stellte eine Dividende in Rekord­höhe von 2,45 Euro in Aussicht. Tarif­beschäftigte erhalten mit 4350 Euro zudem eine so hohe Ergebnisbeteiligung wie nie zuvor. Zugleich müssen sie sich aber auf weitere Sparmaßnahmen gefasst machen: Um die Profitabilität zu erhöhen, will Daimler ein bereits laufendes milliardenschweres Effizienzprogramm ausbauen. Geplant seien „strukturelle Veränderungen“, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sagte Zetsche. Details gab er nicht preis.

Ursprünglich wollte Daimler bis Ende 2014 insgesamt rund 4 Milliarden Euro sparen. 2015 soll die Summe dann voll in der Bilanz zu Buche schlagen. Rund 2 Milliarden Euro kommen dabei aus dem Programm „Fit for Leadership“ in der Pkw-Sparte. Zetsche zufolge soll dieses Programm erweitert werden.

2014 hatte Daimler in der Autosparte eine Umsatzrendite - das Verhältnis von operativem Gewinn zu den Verkaufserlösen - von 8 Prozent. Die Konkurrenz aus Bayern kam jedoch zuletzt bereits auf Werte um 10 Prozent. Im vergangenen Jahr war Daimlers Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) mit 10,8 Milliarden Euro nahezu konstant geblieben. Rechnet man Zu- und Verkäufe von Beteiligungen heraus, legte es allerdings um 27 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zu. Im laufenden Jahr soll das Ergebnis um mindestens 10 Prozent steigen.

Der Umsatz verbesserte sich 2014 um 10 Prozent auf rund 130 Milliarden Euro. Der Gewinn sank unter dem Strich auf 7,3 Milliarden Euro - im vergangenen Jahr allerdings hatte der Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS Milliarden in die Kasse der Schwaben gebracht.

Belastend dürfte sich künftig unter anderem der Umbau des deutschen Niederlassungsnetzes auswirken: Für die Jahre 2015 und 2016 rechnet der Autobauer in diesem Zusammenhang mit Kosten von insgesamt einer halben Milliarde Euro. Hintergrund ist die Neuordnung des Vertriebs, in dessen Zuge zahlreiche Autohäuser und Werkstätten konzerneigener Niederlassungen verkauft werden sollen. Betroffene Beschäftigte sollen bei eventuellen Nachteilen einen finanziellen Ausgleich bekommen.

Einen Schub erwartet Daimler von zahlreichen neuen Modellen. „Wir feuern weiter aus allen Rohren“, kündigte Zetsche an. Bis Ende des Jahres bringt Daimler acht neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt.

Der Antrittsbesuch des neuen griechischen Finanzministers Varoufakis bei EZB-Präsident Draghi hat dem hoch verschuldeten Land nichts genützt. Im Gegenteil: Die EZB erschwert griechischen Banken den Zugang zu frischem Geld. Für Hellas wird es immer enger.

05.02.2015

Die Deflation erreicht die EU: Laut einer Prognose der EU werden die Verbraucherpreise in der Eurozone im Jahr 2015 um 0,1 Prozent sinken. Für 2016 gibt es aber eine Trendumkehrung.

05.02.2015
Deutschland / Weltweit Kaeser legt Zahlen auf den Tisch - Siemens-Umbau wird konkret

Die Gerüchteküche brodelt schon lange – wie viele Arbeitsplätze bleiben beim größten Siemens-Umbau seit vielen Jahren auf der Strecke? In diesen Tagen kommen die Karten auf den Tisch.

05.02.2015