Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Weltweit DIW für Versicherungspflicht gegen Naturkatastrophen
Mehr Welt Wirtschaft Deutschland / Weltweit DIW für Versicherungspflicht gegen Naturkatastrophen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:36 14.06.2013
Tausende Haushalte sind vom Hochwasser in Deutschland betroffen. Eine Versicherungspflicht soll Hilfsfonds überflüssig machen. Quelle: dpa
Berlin

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) macht sich für eine Versicherungspflicht für Naturkatastrophen stark. Ein solches Modell sei auf Dauer gerechter und für den Staat günstiger als die bisherigen Nothilfen bei Hochwasser, Stürmen und anderen Naturereignissen, argumentieren die Experten. Eine flächendeckende Versicherung würde den Opfern schneller und sicherer Hilfe bringen, sagte der Umweltforscher des Leipziger Helmholtz-Zentrums, Reimund Schwarze, am Freitag bei der Vorstellung des Konzepts in Berlin.

„Das Risiko muss auf viele Schultern verteilt werden“, erläuterte Schwarze. Die Kosten für den Versicherungsschutz blieben für den Einzelnen nur dann erträglich, wenn sich alle Grund- und Immobilienbesitzer an den Folgekosten von extremen Naturereignissen beteiligten. „Sollte beispielsweise nur eine Versicherung für Hochwasserrisiken zur Pflicht werden, wäre es einem Bewohner eines Berghangs schwer zu vermitteln, welche Vorteile diese Versicherung für ihn hat“, erklärte Schwarze. Die Versicherungspflicht sollte deshalb auch Sturmfluten, Starkregen, Schneedruck, Lawinen und Erdbeben als sogenannte Elementarschäden umfassen.

Die unterschiedlichen Risiken je nach Standort könnten durch eine unterschiedlich hohe Eigenbeteiligung im Schadensfall berücksichtigt werden, sagte der Umweltforscher. Nach DIW-Berechnungen würden für ein typisches Eigenheim in einer Zone mit geringem Risiko rund 150 Euro Jahresprämie für eine Elementarschadenversicherung fällig.

Voraussetzung einer solchen Versicherung wäre eine Staatsgarantie für sehr große Schäden. Das DIW schlägt vor, dass der Staat Schäden übernimmt, die bei einem Ereignis über acht Milliarden Euro hinausgehen. Am Donnerstag hatten Bund und Länder vereinbart, gemeinsam Geld bis zu dieser Summe bereitzustellen, um Flutschäden zu beseitigen.

dpa

Europas größter Autobauer Volkswagen hat im Mai bei seinen weltweiten Fahrzeugverkäufen ein merkliches Plus verbucht. Das entscheidende Zugpferd der Entwicklung war erneut das boomende China, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

14.06.2013

Kurz vor der Pariser Flugmesse schickt Airbus die A350 auf Testflug. Der hochmoderne Langstreckenflieger macht den Konkurrenzkampf Airbus gegen Boeing zum Topthema beim Luftfahrtsalon in Le Bourget.

14.06.2013

Die EU-Kommission will das automatische Notrufsystem E-Call ab 2015 in allen Neufahrzeugen durchsetzen. „Die Einführung von E-Call ist überfällig“, hieß es am Donnerstag auch von Seiten des ADAC.

13.06.2013