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Deutschland / Weltweit Es grüßt Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann
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22:34 20.08.2014
Von Stefan Winter
Schon länger Seite an Seite: Maria-Elisabeth Schaeffler und Jürgen Thumann. Quelle: Felix Hörhager/dpa
Hannover

Darf man von einer Fusion sprechen? Immerhin verbinden sich hier zwei Wirtschaftsgrößen, und eine feindliche Übernahme kann man diesmal ausschließen. Andererseits wurde sicher streng darauf geachtet, dass die ökonomischen Sphären getrennt bleiben – Gegenstand der Vereinbarung ist allein immaterielles Anlagevermögen. Die Meldung kam zudem leicht verspätet, aber die beiden sind ja auch nicht ad-hoc-pflichtig. Erst am Mittwoch hatten Bekannte und Geschäftspartner die Nachricht vom vergangenen Sonnabend in der Post: „Ihre Hochzeit geben bekannt ...“ Es unterzeichneten Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Jürgen Thumann.

Die Unternehmerin und der frühere BDI-Präsident haben die bunten Blätter schon seit einigen Monaten mit ihrem Zusammensein erfreut. Die Bilder Seite an Seite häuften sich, gern in Kitzbühel, wo am Sonnabend auch geheiratet wurde. Rund 150 Gäste sollen dabei gewesen sein, Familie, Freunde, manche Industriegröße und zu späterer Stunde Stargast Peter Kraus. Den Anlass sollen viele Gäste erst im letzten Moment erfahren haben. Wahrscheinlich wähnten sie sich auf einer Geburtstagsfeier, denn die folgte am Sonntag: Beide sind am 17. August geboren, beide 1941, sie in Prag und er in Schwelm.

Maria-Elisabeth Schaeffler war mehr als 30 Jahre mit dem Unternehmer Georg Schaeffler verheiratet, nach dessen Tod 1996 sie zusammen mit ihrem Sohn zur Eigentümerin der Industriegruppe wurde. Die Rolle spielte sie weitgehend im Verborgenen, bis die Schaeffler-Gruppe 2008 bei Continental einstieg und im folgenden Übernahmeversuch fast zerbrochen wäre. Seitdem sitzt die Unternehmerin wie ihr Sohn im Conti-Aufsichtsrat – und beruft sich dort oft auf Maximen von Georg Schaeffler. Ihre Aufgabe im eigenen Unternehmen nimmt sie sehr ernst, jenseits davon hält sie sich von öffentlichen Debatten aber fern.

Das ist bei ihrem zweiten Mann anders. Jürgen Thumann zog sich schon Ende der neunziger Jahre aus dem Tagesgeschäft des familieneigenen Stahlunternehmens zurück und wechselte 2004 in die politische Arena: Bis 2008 war er Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und bis vor einem Jahr Präsident der Europäischen Arbeitgeber- und Wirtschaftsvereinigung Businesseurope. In diesen Ämtern gehörte er nicht unbedingt zu den prägendsten Gestalten, war aber stets für Sympathiepunkte gut.

Seine zweite Frau - auch Thumann ist verwitwet – soll er in der Oper kennengelernt haben, und auch die Vorliebe für Tiere teilt das Ehepaar: Sie ist eine große Hundefreundin, er hat die „Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport“ gegründet. Sie werden also nicht auf die Conti-Strategie als Gesprächsthema angewiesen sein – und das ist allen Beteiligten zu wünschen.

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