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Deutschland / Weltweit CO2-Skandal bei VW löst sich in Luft auf
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00:17 06.12.2015
Von Lars Ruzic
Nach HAZ-Informationen konnten auch Audi und VW Nutzfahrzeuge (VWN) ihren Händlern gegenüber bereits Entwarnung geben Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Anfängliche „Unplausibilitäten“ hätten sich nach weiteren Überprüfungen nicht bestätigt, heißt es aus dem Konzernumfeld von Volkswagen. Von einst mehr als 800.000 betroffenen Fahrzeugen seien aktuell höchstens noch 200.000 übrig - Tendenz sinkend. Denn die Nachprüfungen sind noch nicht abgeschlossen.

Ein VW-Sprecher wollte die Zahl nicht kommentieren, verwies aber darauf, dass der Konzern in der kommenden Woche „einen Schnitt machen“ und aktualisierte Zahlen vorlegen wolle. Schon am Donnerstag erklärte die Deutschland-Chefin von Skoda, Imelda Labbé, dass kein Fahrzeug der tschechischen VW-Tochter von dem Skandal betroffen sei. Ursprünglich hatten sich von Fabia bis Superb alle Skoda-Modelle auf der Liste befunden.

Nach HAZ-Informationen konnten auch Audi und VW Nutzfahrzeuge (VWN) ihren Händlern gegenüber bereits Entwarnung geben. Die vier betroffenen VWN-Fahrzeuge der Modelle Transporter und Caddy sollen schon wenige Tage nach Veröffentlichung des Skandals wieder entfernt worden sein. Bei der Marke VW Pkw herrscht dagegen noch keine endgültige Klarheit. Hier finden die Prüfungen unter Aufsicht des Kraftfahrt-Bundesamtes statt, was den Prozess verlängert.

„Unregelmäßigkeiten“ bei der Bestimmung von Verbrauchs- und CO2-Werten

VW war Anfang November bei Nachforschungen zu den manipulierten Diesel-Motoren auf „Unregelmäßigkeiten“ bei der Bestimmung von Verbrauchs- und CO2-Werten bei der Typzulassung von aktuell im Verkauf befindlichen Modellen gestoßen. Bei der Zertifizierung einiger Fahrzeugmodelle seien zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden, berichtete der Konzern seinerzeit in einer Börsenpflichtmitteilung. Aus Sorge vor Steuernachforderungen und Strafen wurden weitere 2 Milliarden Euro zurückgestellt. VW-Chef Matthias Müller erklärte, man werde für eventuelle Nachforderungen des Staates an die Autobesitzer aufkommen, die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt. Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass die Abweichungen, so es überhaupt noch welche gibt, im Bereich weniger Prozent liegen.

Im Konzern machen sie den zweiten Skandal nach „Dieselgate“ gleichwohl für die aktuelle Kaufzurückhaltung der Kundschaft verantwortlich. „Das Thema CO2 hat zu einer größeren Vertrauenskrise geführt als das Thema Stickoxide“, sagte unlängst VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Die Händler können betroffene Fahrzeuge derzeit nur mit Warnhinweisen versehen verkaufen, dass die tatsächlichen von den ursprünglich angegeben CO2-Werten abweichen können.

Man habe sich die Abweichungen „auf die Schnelle nicht erklären können“ und sei deshalb lieber sofort an die Öffentlichkeit gegangen, so der VW-Sprecher. Rund um den Diesel-Skandal war VW eine Strategie des Verschleierns und Verzögerns vorgeworfen worden. Allerdings meldete der TÜV schon kurz nach der Offenlegung durch VW Zweifel an. Man habe bei eigenen Nachprüfungen keinerlei Abweichungen feststellen können, sagte TÜV-Nord-Chef Guido Rettig seinerzeit der HAZ.

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