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Deutschland / Weltweit Bahn und Gewerkschaften beginnen Tarifgespräche
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16:36 12.07.2010
Die Verhandlungsführer Alexander Kirchner (Transnet, l) und Heinz Fuhrmann (GDBA). Quelle: dpa

Zum Auftakt der Bahn-Tarifverhandlungen haben die Gewerkschaften ihre Forderung nach einem Branchentarifvertrag bekräftigt. „Jetzt beginnen harte Verhandlungen mit der Bahn“, erklärte Transnet-Chef Alexander Kirchner. Transnet und die Gewerkschaft GDBA verlangen neben dem Branchen-Tarifvertrag Einkommensverbesserungen in einem Umfang von sechs Prozent. Sie haben bereits mit Warnstreiks gedroht, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Friedenspflicht endet am 31. Juli.

Es gehe um eine Verbesserung der Entgeltstrukturen, mehr Zulagen zum Beispiel in der Nachtschicht, aber auch um sozialpolitische Forderungen wie ein Jobticket und eine Alterteilzeitregelung, sagte der stellvertretende GDBA-Chef Heinz Fuhrmann. „Wir erwarten, dass uns die Bahn etwas an die Hand gibt, womit wir leben können.“

Die Forderung nach einheitlichen Tarifstandards für die gesamte Branche, also auch private Bahnunternehmen, richte sich auch an die Deutsche Bahn AG, betonte Kirchner. Sie beteilige sich an Ausschreibungen immer wieder mit neuen Gesellschaften, in denen es keine Tarifbindung gebe.

Der Transnet-Chef äußerte Bedauern darüber, dass die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) eigene Tarifverhandlungen führen wird. Die Forderungen seien im Wesentlichen die gleichen, deshalb sei es schade, dass es nicht gelungen sei, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Die GdL will fünf Prozent mehr Entgelt erstreiten. Außerdem werden mittelfristig gleiche Löhne für alle Lokführer in Deutschland durch die Einführung eines Einheitstarifvertrages angestrebt, wie GdL-Chef Claus Weselsky erklärt hat. Die Lokomotivführergewerkschaft hatte im Herbst 2008 mit massiven Streiks ihre Durchsetzungskraft bewiesen.

ap

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