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Deutschland / Weltweit Autokonzerne planen Rückgabe aller ADAC-Preise
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10:28 07.02.2014
Die Autobauer sind erzürnt über den ADAC. Quelle: dpa
Frankfurt

Die Glaubwürdigkeit des ADAC gerät noch stärker in Zweifel: Bei der Vergabe des ADAC-Preises "Gelber Engel" für die Lieblingsautos der Deutschen sollen nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" nicht nur die Abstimmungszahlen manipuliert worden sein, sondern auch die Rangfolge der Sieger. Danach hätten die ADAC-Mitglieder den VW Tiguan auf Platz fünf gewählt. Aber der Autoclub habe den 5er BMW auf Platz fünf gehoben, der bei der Abstimmung nur auf Platz sieben gekommen sei.

ADAC-Sprecher Christian Garrels sagte, er könne den Bericht nicht bestätigen und verwies auf die Untersuchungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. "Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Dem ADAC sind bisher keinerlei Ergebnisse bekannt", sagte Garrels. Die Ergebnisse würden am nächsten Montag oder Dienstag erwartet.

ADAC-Präsident Peter Meyer hatte in der jüngsten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift "Motorwelt" bereits nicht mehr ausschließen wollen, dass auch an der Platzierung der Preisträger gedreht worden sei.

Die Autohersteller planen wegen des neuen Fälschungsverdachts beim ADAC nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gemeinsam Konsequenzen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, wollen die Hersteller demnach alle ADAC-Preise zurückgeben. Eine entsprechende Erklärung der Autokonzerne ist laut "FAZ" schon vorbereitet.

Sie gelte für den Fall, dass der ADAC bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" nicht nur die Teilnehmerzahlen geschönt, sondern auch die Reihenfolge der Sieger manipuliert hat. "Dann wären die Preise für uns wertlos, und wir würden sie zurückgeben", hatte BMW bereits am Donnerstag mitgeteilt.

dpa

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