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Deutschland / Weltweit Autobauer wollen Tesla auskontern
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20:11 17.08.2015
Von Lars Ruzic
Auf Messen oft bestaunt: Die Elektroautos von Tesla, hier ein Prototyp des Model X mit Flügeltüren. Foto: dpa Quelle: Britta Pedersen
Hannover

Am weitesten vorgewagt hat sich bislang die VW-Tochter Audi. Die Ingolstädter wollen auf IAA im September eine erste Studie vorstellen. Gerade haben sie zudem eine Vereinbarung mit den koreanischen Batterieherstellern LG und Samsung unterzeichnet, die für die Belieferung von Audi Millionen in den Ausbau ihrer Zellenfertigung in Europa investieren werden.

Sowohl Audi als auch BMW arbeiten derzeit an rein elektrisch betriebenen Geländewagen (SUV), die in gut drei Jahren auf den Markt kommen sollen. Damit verbinden sie zwei Vorteile: SUV sind gerade auf dem deutschen Heimatmarkt die derzeit wachstumsstärkste Fahrzeugklasse. Zudem lassen sich die gewaltigen Batterieblöcke, die für ein Fahrzeug mit 500 Kilometer Reichweite nötig sind, in den geräumigen Fahrzeugen leichter unterbringen. Tesla selbst ist den deutschen Autobauern hier allerdings bereits voraus. Der US-Konzern plant ebenfalls den Start eines SUV - allerdings schon Ende dieses Jahres.

Bislang hat der vom IT-Manager Elon Musk quasi aus dem Nichts aufgebaute Konzern nur Sportwagen im Programm. Ihre Preise beginnen bei 70 000 Euro und enden bei deutlich über 100.000 Euro. Noch schreibt Tesla tiefrote Zahlen und musste zuletzt auch seine Wachstumspläne nach unten korrigieren. Und trotzdem: In den USA belegt das Modell S unter den meistverkauften Premiummodellen bereits Platz zwei - weit vor Audi und BMW. Selbst in Deutschland, der Heimat der Premiumhersteller, liege Tesla in der Oberklasse bereits an vierter Stelle, wenn man den Markt um die Zulassungen bereinige, die auf Autobauer, Händler und Vermieter entfielen, sagt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Er ist sich sicher: „Tesla auf die leichte Schulter zu nehmen, ist eine riskante Wettbewerbsstrategie.“

Johnson Controls entlastet Hannover

Neues Werk in China: Der US-Autozulieferer Johnson Controls baut im Nordosten Chinas eine neue Fabrik für Start-Stopp-Batterien. Bis zum Produktionsstart 2018 sollen mehr als 200 Millionen Dollar am Standort Shenyang investiert werden, teilte der Konzern am Montag mit. Das Werk soll künftig 6 Millionen Autobatterien im Jahr fertigen – und damit vor allem die Fabrik in Hannover entlasten. Die frühere Varta-Zentrale mit ihren 1300 Mitarbeitern exportiert derzeit noch Start-Stopp-Batterien nach China. Die Stromspeicher für Autos, die an der roten Ampel komplett ausschalten, sind auch auf dem wichtigsten Automarkt der Welt zunehmend gefragt.

Hannover als Europazentrale des Batteriegeschäfts von Johnson Controls ist in den vergangenen Jahren mit 120 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut worden. Hier setzte der US-Konzern schon früh auf die Start-Stopp-Technologie, die in Europa inzwischen auf dem Weg zur Serienausstattung für nahezu alle Autos ist. So können die Hersteller mit vergleichsweise geringem Aufwand ihre CO2-Kennzahlen verbessern. Für das hannoversche Werk, das auf gut 10 Millionen Einheiten ausgelegt ist, gebe es deshalb auch ohne die Fertigung für China genug zu tun, sagte eine Sprecherin. Man werde sich darauf konzentrieren, die europäische Nachfrage zu bedienen.

lr

Mit seinem Verkaufsschlager A320neo hat sich Airbus einen Rekordauftrag aus Indien gesichert. Die Billigfluglinie IndiGo bestätigte ihre Order von 250 Passagiermaschinen vom Typ A320neo, wie Airbus mitteilte. So viele Maschinen seien noch nie zuvor auf einmal bei dem Flugzeugbauer bestellt worden.

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