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Deutschland / Weltweit Amazon steigt in Online-Handel mit Lebensmitteln ein
Mehr Welt Wirtschaft Deutschland / Weltweit Amazon steigt in Online-Handel mit Lebensmitteln ein
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10:53 01.07.2010
Quelle: dpa

Der Online-Einzelhändler Amazon verkauft in Deutschland jetzt auch Lebensmittel. Seit Donnerstag stehen auf der Handelsplattform insgesamt 35 000 Produkte von Gemüse, Fleisch und Fisch über Backwaren bis hin zu Delikatessen aus verschiedenen Ländern zur Auswahl. „Das ist die größte Auswahl an Lebensmitteln, die es in Deutschland online gibt“, sagte der zuständige Amazon- Manager Christian Bubenheim.

Neben einem eigenen Angebot von Amazon Deutschland bieten insgesamt 60 Partner-Unternehmen ihre Produkte an. Auch Bio-Produkte, fair gehandelte Waren, mediterrane Spezialitäten sowie eine große Palette an Wein stehen im Programm. Beim Kauf von Produkten verschiedener Anbieter erhalte der Kunde nur eine Rechnung, sagte Bubenheim. „Die Bequemlichkeit beim Einkauf war uns besonders wichtig.“

Die Lieferung der Waren erfolgt über Amazons üblichen Service. Beim normalen Versand ist die Lieferung ab einem Warenwert von 20 Euro kostenlos. In Frankfurt und Berlin liefert Amazon auch noch am selben Abend, sofern die Bestellung bis 11 Uhr eingegangen ist.

Zu Zeiten der Dot-Com-Ära um das Jahr 2000 war eine ganze Reihe von Internet-Pionieren mit Online-Lebensmittelläden an den Start gegangen. Die meisten Projekte hatten allerdings nicht lange überlebt. Inzwischen seien die Voraussetzungen für einen Erfolg ganz andere, sagte Bubenheim. So sei schon allein die Versorgung mit schnellen Internet-Verbindungen viel besser. Und die Waren könne man heute auch attraktiver mit Bildern darstellen.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Hamburger Otto-Konzern wieder über den Verkauf von Lebensmitteln über das Internet nachdenkt. Der britische Handelskonzern Tesco diene dabei als ein Vorbild, sagte Otto-Chef Hans-Otto Schrader der „Lebensmittel Zeitung“. „Tesco macht ein großartiges Geschäft. Mit dem richtigen Konzept geht das auch in Deutschland“, sagte er. Otto suche derzeit nach einem leistungsstarken, national aufgestellten Partner aus dem Lebensmittel-Einzelhandel.

Ein ähnlicher Versuch war vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Vermarktung von Lebensmitteln über das Internet gilt als schwierig. Während in Deutschland inzwischen rund 33 Millionen Menschen jährlich für 15,5 Milliarden Euro Waren im Internet bestellen, fristen Lebensmittel hier ein Schattendasein. Der online erzielte Umsatzanteil erreicht an dem 150 Milliarden Euro großen Lebensmittel-Markt gerade einmal 0,5 Prozent und beschränkt sich im wesentlichen auf Spezialitäten und Delikatessen.

Obwohl Umfragen immer wieder ein hohes Verbraucherinteresse bescheinigen, zeigten stationäre Filialisten wie Rewe, Edeka oder Lidl bisher wenig Engagement oder konzentrieren sich auf den Verkauf von Nonfood-Artikeln. Schrader glaubt, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. „Den meisten Ansätzen fehlt die nötige Marketing-Power. Die hätten wir“, sagte er dem Fachblatt.

dpa

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