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Deutschland / Weltweit Wolfsburg: Neue Ärzte erhalten 50.000 Euro
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17:03 09.02.2015
Foto: Wolfsburg erhöht das Startgeld für neue Ärzte. Quelle: dpa/Symbolbild
Wolfsburg

Wolfsburg legt bei seinen Bemühungen um neue Ärzte noch einen drauf: Die Stadt bezahlt Medizinern eine Prämie von bis zu 50.000 Euro, wenn sie sich dort ansiedeln. Momentan fehlen der Region 22 Ärzte, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag sagte. Außerdem gehe ein Großteil der praktizierenden Mediziner in den kommenden zehn Jahren in Rente. Das Startgeld für Ärzte in Wolfsburg ist nicht neu. Seit 2012 lockte die Stadt mit bis zu 20.000 Euro. Doch seit auch andere Institutionen und Kommunen Geld bieten, reicht die Summe nach Ansicht der Stadt nicht mehr aus.

"Hierdurch ist eine Konkurrenzsituation entstanden, die den Standort Wolfsburg benachteiligen könnte", steht in einer Richtlinienvorlage vom vergangenen Jahr. Nun wurde die maximale Fördersumme mehr als verdoppelt. Neue Ärzte kommen noch in einen weiteren Genuss. Die Stadtverwaltung soll sie beispielsweise bei der Suche nach einem Kindergartenplatz oder einem Grundstück unterstützen. Ärztemangel ist in der Regel ein Problem in den ländlichen Gebieten. In Hannover, Braunschweig oder Göttingen gibt es laut einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" eher eine Überversorgung.

In Wolfsburg hingegen sei die Arztdichte deutlich kleiner als in anderen niedersächsischen Großstädten. "Das ist wirklich ein Kuriosum, dass wir in Niedersachsen einmalig haben", sagte Stefan Hofmann, Bereichsleiter der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) in Braunschweig. Für ihn ist die geringe Zahl an Privatversicherten - mit denen ein Arzt mehr Geld verdient - das Problem. "Man hat nur Kassenpatienten", sagte er. Laut Hofmann sind in der Automobil-Stadt Wolfsburg verhältnismäßig viele Menschen angestellt und somit gesetzlich versichert.

Nach Angaben der KVN herrscht in Wolfsburg eine ärztliche Versorgung von 87 Prozent, ab 75 Prozent spricht man von drohender Unterversorgung. Die Lage sei zwar im Moment noch nicht kritisch, sagte Hofmann. "Für die Stadt ist das aber schon schlimm." Wolfsburg verweist darauf, dass in ganz Deutschland weniger Ärzte ausgebildet werden als benötigt und die Stadt im Wettbewerb mit anderen Ballungsgebieten stehe. Besonders schlimm sei die Lage beispielsweise in den ländlichen Landkreisen Gifhorn und Helmstedt, die auch zum Versorgungsbezirk von Wolfsburg gehörten.

dpa

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