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Wirtschaft Starker Export beschleunigt Wachstum
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14:26 14.02.2014
Starker Export beschleunigt das Wachstum der deutschen Wirtschaft. Quelle: dpa (Symbolbild)
Wiesbaden

Getrieben von der kräftigen Nachfrage nach deutschen Produkten hat die Wirtschaft ihr Wachstumstempo Ende 2013 etwas beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten europäischen Volkswirtschaft stieg im Schlussquartal 2013 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit etwas stärker als zunächst erwartet. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

In einer ersten Schätzung waren die Statistiker Mitte Januar von etwa einem Viertel Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorquartal ausgegangen. Für das Gesamtjahr 2013 bestätigte die Behörde ein BIP-Plus von 0,4 Prozent.

Schon Anfang 2014 dürfte sich der Aufschwung weiter beschleunigen, sind Experten wie Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), überzeugt: "Die deutsche Wirtschaft ... wird allmählich weiter Fahrt aufnehmen."

Nach der auch witterungsbedingten Stagnation im ersten Quartal 2013 war die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr stetig, aber moderat gewachsen. Das Plus von 0,7 Prozent zum Vorquartal von April bis Juni war auch mit Nachholeffekten begründet worden, im dritten Vierteljahr ging es um 0,3 Prozent bergauf.

Anders als zuletzt kamen die positiven Impulse zum Jahresende vor allem vom Außenhandel. Nach den vorläufigen Berechnungen stiegen die Exporte von Oktober bis Dezember sehr viel stärker als die Importe, berichteten die Statistiker. "Die Erholung der Weltkonjunktur hat die deutschen Exporte gestärkt, vor allem nach England und in die USA. Zudem hat sich die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern stabilisiert", sagte Christian Schulz von der Berenberg Bank.

Dagegen verharrten die staatlichen Konsumausgaben auf dem Niveau des Vorquartals, während die privaten Ausgaben sogar leicht zurückgingen. Angesichts der geringen Arbeitslosigkeit, der niedrigen Inflation, steigender Löhne und der guten Verbraucherstimmung überraschten die Zahlen sehr, sagte Schulz: "Wir gehen aber weiter davon aus, dass der Konsum auch 2014 das deutsche Wachstum anschieben wird."

Erfreulich entwickelten sich zum Jahresende erneut die Anlageinvestitionen: Sowohl in Ausrüstungen als auch in Bauten wurde deutlich mehr investiert als im dritten Quartal 2013. "Damit zogen die Investitionen im Quartalsvergleich zum dritten Mal in Folge an - nachdem sie von Ende 2011 bis Anfang 2013 um zusammen 7,5 Prozent eingebrochen waren", betonte Unicredit-Ökonom Andreas Rees. Verunsicherte Unternehmer hatten ihre Investitionen in Maschinen und Anlagen lange Zeit zurückgestellt. Der von der Euro-Schuldenkrise ausgelöste Investitionsstau sei überwunden.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich das Wirtschaftswachstum im Verlauf des Jahres 2013 beschleunigt, wie das Statistische Bundesamt erklärte: Das preisbereinigte BIP stieg im Schlussquartal um 1,3 Prozent nach plus 1,1 Prozent im dritten und plus 0,9 Prozent im zweiten Vierteljahr 2013.

Im Gesamtjahr war nach bisherigen Angaben der Statistiker die Binnennachfrage der wichtigste Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft - insbesondere der private Konsum bewahrte die Konjunktur vor einem Absturz. Der sonst so robuste deutsche Außenhandel bremste den Aufschwung im Gesamtjahr hingegen.

Inzwischen dürfte das Konjunkturtal durchschritten sein. Rein rechnerisch wird die deutsche Wirtschaftsleistung 2014 schon dann um 0,6 Prozent steigen, wenn das saison- und kalenderbereinigte BIP im Gesamtjahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2013 verbleiben würde, erklärten die Statistiker.

Experten rechnen aber mit einem deutlich stärkeren Aufschwung. Die Regierung erwartet für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am Mittwoch erklärt: "Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt."

dpa

Der Online-Modehändler Zalando ist im vergangenen Jahr erneut kräftig gewachsen, schreibt aber weiter rote Zahlen. Der Umsatz stieg 2013 um mehr als 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar, wie das Berliner Unternehmen am Freitag mitteilte.

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