Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Hochtief streicht auch in Hannover Jobs
Mehr Welt Wirtschaft Hochtief streicht auch in Hannover Jobs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:53 27.02.2014
Hochtief-Chef Fernández Verdes. Quelle: dpa
Essen

Der spanische Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes setzt den Umbau des größten deutschen Baukonzerns mit Hochdruck fort. In Deutschland sollen 800 bis 1000 Stellen gestrichen werden. Ziel ist es, das Ergebnis des mehrheitlich zum spanischen Konkurrenten ACS gehörenden Unternehmens weiter zu erhöhen. „Wir sind nicht glücklich über die derzeitige Profitabilität“, sagte Fernández Verdes am Donnerstag in Essen.

Mit mehr als 80 Prozent der betroffenen Mitarbeiter sei bereits eine einvernehmliche Einigung erzielt worden. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, so der Konzernchef. Insgesamt beschäftigt Hochtief bei der betroffenen Tochter Solutions in Deutschland knapp 6.000 Mitarbeiter. Weltweit hat Hochtief rund 80.000 Beschäftigte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Hochtief seinen Gewinn vor Steuern (Ebt) um fast 50 Prozent auf knapp 800 Millionen Euro erhöht. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 171 Millionen Euro, 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum einen spülte der Verkauf einzelner Geschäftsbereiche Geld in die Kassen, daneben machte sich für Hochtief der Sparkurs bezahlt. Außerdem entwickelten sich die Geschäfte in fast allen Regionen besser.

Davon profitiert auch die Konzernmutter ACS, die inzwischen 55,5 Prozent an Hochtief hält. Die Dividende für 2013 soll von einem Euro je Aktie auf 1,50 Euro steigen.

„2013 war geprägt von harter Arbeit, zahlreichen Veränderungen und sichtbaren Erfolgen“, sagte der Unternehmenschef. Ein großer Teil der Maßnahmen in Europa sei bereits umgesetzt. Für den Umbau hatte der Hochtief-Chef 100 Millionen Euro an Kosten angesetzt, die überwiegend im vergangenen Jahr anfielen. Der Konzern will mit einer schlankeren Struktur in Europa jährlich bis zu 60 Millionen Euro an Kosten einsparen.

Im laufenden Jahr peilt Hochtief einen bereinigten Konzerngewinn von 225 bis 250 Millionen Euro an. Der Auftragsbestand soll zum Jahresende das Vorjahresniveau erreichen. Leistung und Auftragseingang sollen hingegen weiter schrumpfen. Auf der Verkaufsliste von Hochtief stehen unter anderem noch die beiden Immobilienentwickler Formart und HTP. Weitere kleinere Verkäufe schloss der Hochtief-Chef nicht aus.

Mit dem Kauf von mittelständischen Firmen will Fernández Verdes vor allem das Auslandsgeschäft weiter stärken. Hochtief schaue sich unter anderem in Nordamerika, Skandinavien und Großbritannien nach Zukäufen um, sagte er. Fernández Verdes bekräftigte, auf dem deutschen Markt bleiben zu wollen. „Wir sind Deutsche und müssen zeigen, dass wir auch auf dem Heimatmarkt erfolgreich sind.“

Eine wichtige Rolle im Konzern spielt Fernández Verdes zufolge vor allem die australische Tochter Leighton. Erst jüngst stockten die Essener den Anteil auf knapp 59 Prozent auf.

dpa

Wirtschaft 3,138 Millionen Erwerbslose - Stabile Zahlen bei Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland legt nur geringfügig zu – die Bundesagentur sieht eine „günstige Entwicklung“. Denn wenn der Winter nicht wäre, gäbe es jetzt weniger Erwerbslose als noch im Januar.

27.02.2014
Wirtschaft VWN ruft massenhaft Caddy zurück - Einfach mal die Klappe halten

Volkswagen Nutzfahrzeuge steht vor einer der größten Rückrufaktionen in der Geschichte der Marke aus Hannover. Weltweit sollen 589.000 Modelle des Caddy in die Werkstätten beordert werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Lars Ruzic 01.03.2014

Die Geschäfte des europäischen Luftfahrt- und Rüstungsgiganten Airbus laufen grundsätzlich gut. 2013 hat das Unternehmen deutlich mehr Geld verdient als im Vorjahr. Mit dem neuen Großraumflieger-Projekt A350 und dem Konzernumbau gibt es aber auch weiterhin Risikofaktoren.

26.02.2014