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Wirtschaft Bahn und Lokführer verhandeln wieder
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00:21 22.02.2015
Noch fahren die Bahnen, und es gibt Hoffnung, dass der Streik ausfällt. Quelle: dpa (Ralf Hirschberger)
Frankfurt

Die Deutsche Bahn versuchte, die Gewerkschaft von ihrem Vorhaben abzubringen. „Ja, wir reden miteinander, wir sind in Kontakt“, sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber in Frankfurt. „Und wir werden uns bemühen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, bevor wir ein Ergebnis haben.“

Auch der Vorsitzende des Beamtenbundes, Klaus Dauderstädt, hatte beide Seiten dazu aufgerufen, die Verhandlungen fortzuführen. Die GDL ist Mitglied im Beamtenbund. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) schlug zur Konfliktlösung eine Schlichtung vor. Zunächst sollten Bahn und GDL Organisations- und Arbeitsbedingungen zu trennen versuchen. „Und wenn sie damit nicht weiterkommen, dann sollen sie in Gottes Namen einen Schlichter einladen, der ihnen dabei hilft“, sagte Biedenkopf.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnte vor großen Schäden für die deutsche Wirtschaft durch längere Streiks. Täglich würden eine Million Tonnen Güter per Bahn transportiert, mehr als sechs Millionen Berufspendler seien auf die Bahn angewiesen. „Transportausfälle, Lieferengpässe und Arbeitszeitverlust zusammengenommen steht nach mehreren Streiktagen schnell eine halbe Milliarde Euro auf der Schadensrechnung für die deutsche Wirtschaft“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Die GDL-Spitzengremien hatten am Mittwoch beschlossen, den im November unterbrochenen Arbeitskampf fortzusetzen. Zu einem möglichen Streikbeginn und zur Dauer eines Ausstands hielt sich die Gewerkschaft jedoch zurück.

Bahn-Manager Weber zeigte sich verhalten optimistisch: „Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Wir sind nah an einer Verständigung. Das müsste uns gelingen, wenn wir uns beide anstrengen.“ Er wiederholte, dass es aus seiner Sicht für die GDL keinen Anlass gebe, „die Republik lahmzulegen“.

Von Bernd Röder

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