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Wirtschaft Die Bahn wird nach 19 Uhr unpünktlicher
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20:40 04.08.2016
Die Deutsche Bahn hat die Abfahrtspünktlichkeit ihrer Fernzüge an zwei Testtagen zwar erhöht, das Ziel von 100 Prozent aber nicht erreicht. Quelle: Deutsche Bahn AG/dpa
Berlin

Insgesamt hat die Deutsche Bahn bei ihrem Test besser abgeschnitten als vor einem Jahr. Bis zu den Abendstunden hätten die meisten Züge die Bahnhöfe pünktlich verlassen. In Hamburg-Altona, Berlin-Ostbahnhof und Dortmund seien am Dienstag bis 19 Uhr sogar alle Züge fahrplanmäßig gestartet.

Doch danach hätten die Verspätungen deutlich zugenommen. Dafür will die Deutsche Bahn jetzt nach Erklärungen suchen.

Besseres Ergebnis als 2015

Im Vergleich zum Test im vergangenen Jahr ist das Ergebnis für das Unternhemen besser ausgefallen. Das Ziel von 100 Prozent wurde aber verfehlt. Diesen Wert konnte nur der Bahnhof Karlsruhe am Mittwoch erreichen.

Am Dienstag seien 85,8 Prozent aller ICE und Intercitys an zehn großen Bahnhöfen pünktlich gestartet, am Tag danach habe die Quote bei 85 Prozent gelegen, sagte ein Konzernsprecher. 2015 hatte die Deutsche Bahn bei dem Test nur eine Pünktlichkeitsquote von 61,5 Prozent erzielt.

Als pünktlich wertete das Unternehmen einen Zug, der das Gleis höchstens 59 Sekunden nach der geplanten Abfahrt verließ.

Projekt "PlanStart" soll die Pünktlichkeit verbessern

Die Testtage sind Teil des Projekts "PlanStart", mit dem die Bahn ihre Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessern will. An den zehn verkehrsstärksten Bahnhöfen in Deutschland prüfen sogenannte Knotenmanager Schwachstellen bei der Abfahrt.

Hintergrund: Nach Angaben des Unternehmens haben 60 Prozent der verspäteten Abfahrten ihren Ursprung an diesen zehn Bahnhöfen. Bis 2018 will die Deutsche Bahn erreichen, dass dort 90 Prozent der Züge im Fernverkehr planmäßig abfahren.

Das sind die zehn verkehrsstärksten Bahnhöfe – 60 Prozent der verspäteten Abfahrten haben hier ihren Ursprung:

  • Hamburg
  • Hannover
  • Dortmund
  • Köln
  • Leipzig
  • Berlin
  • Frankfurt
  • München
  • Stuttgart
  • Karlsruhe

Am Hauptbahnhof Hannover zeigt sich, dass es manchmal Kleinigkeiten sind, die zu großen Verspätungen führen. Wegen unklarer Absprachen hatten Zugführer beispielsweise Bremzettel und Wagenlisten lange suchen müssen.

dpa/RND/fh

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