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Welt Wirtin verrät: So schlimm erging es mir nach der Doku-Show „Mein Lokal, dein Lokal“
Mehr Welt Wirtin verrät: So schlimm erging es mir nach der Doku-Show „Mein Lokal, dein Lokal“
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13:42 27.07.2018
Christine Hoppe betreibt das Restaurant „Frau Hoppe“ in Hannover. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Wirtin Christine Hoppe machte bei der Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ auf Kabel 1 mit – eigentlich nur, um ein bisschen Werbung für ihr Restaurant zu machen. Die Reaktionen, vor allem im Internet, gingen weit unter die Gürtellinie. Jetzt spricht sie erstmals öffentlich über die schlimmen Erlebnisse.

Die auf Kabel 1 ausgestrahlte Dokusoap wurde im April in Hannover abgedreht. Mit dabei waren fünf Restaurants der niedersächsischen Landeshauptstadt. Gewonnen hat der Koch des Lindenblatt Grillgarten Benjamin Busmann. Die Betreiberin des Lokals „Frau Hoppe“ in Waldhausen, Christine Hoppe, kam auf den vierten Platz. Eigentlich hatte sich die 56-Jährige von der TV-Show nur etwas Werbung für ihr kleines Restaurant erhofft. Über die Konsequenzen sei sie sich vorher nicht bewusst gewesen, so Hoppe. „Gäste haben mich gefragt, ob ich behämmert sei, dort mitzumachen“, erzählt sie und gibt zu: „Ich wusste nicht, was mich erwartet.“ Vor vier Jahren sei sie schon einmal für das Format angefragt worden. Als die Filmcrew im Frühjahr ein zweites Mal anfragte, sagte sie spontan zu.

Hämische Kommentare und Gratulation aus der Insel

Im Nachhinein betrachtet keine weise Entscheidung. Schnell wurde die Rolle von Christine Hoppe in der Sendung ausgemacht: tollpatschig und zickig. „Schon beim ersten Drehtag im Lindenblatt ging es los: Ich beiße auf einen Burger mit Chili-Schote und bekomme keine Luft mehr...“, erzählt sie. Die Kommentare im Netz anschließend seien vernichtend gewesen: „Fette Kuh“ sei nur eine der Beleidigungen gewesen, die die Köchin über sich ergehen lassen musste. Sie entscheidet sich, die hämischen Kommentare auf der Facebook-Seite der TV-Show nicht mehr anzugucken. „Das konnte ich einfach nicht ertragen. Es ging unter die Gürtellinie.“

Einmal bekommt sie sogar eine anonymen Anruf von einem Mann, der ihr sagt, er wolle ihr Blut fließen sehen. Die Hannoveranerin ist geschockt. Zum Glück bekommt Christine Hoppe auch nette Worte von Kollegen. Heike und Norbert Schu vom Restaurant „Insel“ in Hannover senden ihr Grußworte per SMS und schreiben: „Tolle Leistung.“

Christine Hoppe weiß jetzt sicher: „Zu einer Show ins Privatfernsehen gehe ich nicht mehr.“

Von Marleen Gaida/HAZ/RND

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