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Welt „Wir sind bereit, noch mehr Wildschweine zu erlegen“
Mehr Welt „Wir sind bereit, noch mehr Wildschweine zu erlegen“
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12:09 26.02.2018
Zum Abschuss freigegeben: Die Schonzeit für Wildschweine wurde gerade gestrichen, da sie die gefürchtete Afrikanische Schweinepest übertragen können. Quelle: dpa
Berlin


Viele glauben ganz sicher zu wissen, wie wir die Afrikanische Schweinepest am besten fernhalten. Die Vorschläge reichen von der Vernichtung der Wildschweine bis zur Pille für die Sau. Es ist jedoch der Mensch, der das Virus verbreitet. Achtlos entsorgte verseuchte Rohwurst reicht, um Wildschweine anzustecken. Der Reiseproviant von Menschen aus Risikogebieten muss stärker kontrolliert werden, Rast- und Parkplätze müssen besser geschützt werden. Wenn es die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland schafft, ist Früherkennung die große Chance, das Virus zu stoppen.

Die Parole, Bestände um 70 Prozent zu senken, ist höchstens im Seuchengebiet realistisch. Wir Jäger haben im Vorjahr knapp 600 000 Schwarzkittel erlegt, das vierthöchste Ergebnis überhaupt. Und wir sind bereit, noch mehr Wildschweine zu erlegen. Eine Herausforderung: Die Grünen wollten Landwirte zu Energiebauern machen, es gibt 26-mal mehr Mais als noch vor 40 Jahren. Lecker, meint das Wildschwein und bekommt bereits mit vier Monaten Junge. Wir brauchen Jagdschneisen, sonst versperren Pflanzen ab Mai die Sicht. Sie sind sogar gut für die Artenvielfalt. Einzig das Bürokratiemonster hindert Landwirte, mehr anzulegen. Schonzeiten für das Wildschwein gibt es jetzt nicht mehr. Nicht verhandelbar bleibt dagegen der Elterntierschutz. Eine Bache mit gestreiften Frischlingen ist für Jäger tabu. Tabu ist die Jagd für Tierrechtler sowieso, sie fordern die Pille für die Sau. Die Kastration per Impfung funktioniert jedoch nur bei Hausschweinen nach zweimaligem Spritzen und hält acht Wochen. Wald und Feld sind nun mal kein Bauernhof.

Torsten Reinwald ist Biologe und stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbands.

Von Torsten Reinwald

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