Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Werder Bremen erwägt Dauerkarten-Entzug für ausgetretene AfD-Anhänger
Mehr Welt Werder Bremen erwägt Dauerkarten-Entzug für ausgetretene AfD-Anhänger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:09 09.10.2018
Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald hatte gesagt, es sei „ein Widerspruch, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen“ –daraufhin kündigte ein Fan seine 30-jährige Klubmitgliedschaft. Quelle: dpa
Bremen

Der Streit zwischen dem Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen und AfD-Sympathisanten unter seinen Anhängern eskaliert. Wie die „Welt“ (Dienstag) berichtet, drohte Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald in einer E-Mail an einen Werder-Fan indirekt mit dem Entzug von dessen Dauerkarte. „Meine Aussage wird offenbar von Ihnen nicht als Aufforderung zum Dialog verstanden“, schrieb Hess-Grunewald. „Darüber hinaus werden wir uns mit Ihrem Wunsch, die Dauerkarte behalten zu wollen, noch intensiv beschäftigen“, heißt in der E-Mail, die der „Welt“ vorliegt.

Fan kündigt 30-jährige Mitgliedschaft

Der Fan habe nach 30-jähriger Klubzugehörigkeit seine Mitgliedschaft abgegeben, weil er mit den AfD-kritischen Aussagen des Werder-Präsidenten nicht einverstanden gewesen sei. Seine Dauerkarte habe der Anhänger jedoch behalten wollen.

Dauerkarten künftig nur für Vereinsmitglieder?

Hess-Grunewald hatte in einem Interview gesagt, es sei „ein Widerspruch, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen“. Er kündigte an, man werde über weitergehende Konsequenzen für jene Bremen-Fans nachdenken, die aus Protest gegen die politische Haltung des Vereins ausgetreten sind. „Es sei nicht auszuschließen, dass wir in Zukunft Dauerkarten nur noch an Vereinsmitglieder ausgeben“, schrieb Hess-Grunewald.

AfD: „Heuchelei“

Die AfD reagierte empört. „Es ist Heuchelei, wenn Hess-Grunewald seine Äußerungen als Aufforderung zum Dialog bezeichnet“, sagte der sportpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jörn König, der „Welt“. Tatsächlich gehe es dem Werder-Päsidenten „nur um Vorschriften“.

Von dpa/RND

Die Berliner Autorin Inger-Maria Mahlke hat den Deutschen Buchpreis gewonnen. Ihr Familienroman „Archipel“ gibt Einblick in die europäische Geschichte und spielt auf Teneriffa. Erstmals seit fünf Jahren geht der Buchpreis wieder an eine Frau. Im Interview spricht die Autorin über ihr Aufwachsen auf Teneriffa und den Streit über ihre abgesetzte Verlegerin.

09.10.2018

Ein Paar soll in Mexiko mehr als 20 Frauen getötet haben. Die Ermittler nahmen sie fest, als sie Leichenteile in einem Kinderwagen transportierten.

09.10.2018

Wenige Tage vor der Landtagswahl zeigen sich Horst Seehofer und Markus Söder bei einem Wahlkampfauftritt in Ingolstadt einträchtig nebeneinander und demonstrieren Geschlossenheit. „Ich konnte da keinen Streit feststellen“, sagt etwa Seehofer.

09.10.2018