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Welt Weihnachtsdeko 2018: Was ist erlaubt und ab wann schmückt man zu Weihnachten?
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15:57 03.12.2018
Übertriebene Weihnachtsdeko oder festliche Beleuchtung? Beim weihnachtlichen Schmücken scheiden sich die Geister. Quelle: action press
Hannover

Lichterketten, leuchtende Rentiere, Plastikweihnachtsmänner, die an der Hauswand emporklettern. Geht es um den heimischen Weihnachtsschmuck, scheiden sich die Geister. Wo der Eine dezent ein paar Accessoires setzt, hängt der Andere am liebsten die komplette Fassade voll. Grundsätzlich gilt: Schlechter Geschmack ist nicht strafbar und so muss der Nachbar mitunter die Weihnachtsdeko seines Nebenmannes ertragen – andererseits greifen jedoch auch einige konkrete Regelungen, wenn es ums Schmücken der Fenster, des Balkons oder gemeinsamen Treppenhauses geht.

Wann schmückt man das Haus mit Weihnachtsdeko?

Einen offiziellen Zeitpunkt gibt es nicht. Bekanntlich stehen bereits im September oder sogar früher die ersten Lebkuchen und weihnachtlichen Naschereien in den Supermarktregalen – so mancher bekommt also vielleicht schon mitten im Herbst erste Weihnachtsgefühle. Zur Weihnachtsdeko wird in der Regel aber dennoch etwas später gegriffen. In den meisten Teilen Deutschlands beginnen die Menschen mit dem Schmücken ihres Haus gegen Ende November. Das ist vor allem im Vergleich zu den USA sehr spät, denn dort beginnt die festliche Zeit schon direkt nach dem Thanksgiving-Fest, also Mitte November.

Weihnachtsdeko aufhängen: Ende November oder Anfang Dezember

Im Allgemeinen gilt der erste Advent als guter Richtwert, wenn es um das weihnachtliche Schmücken der heimischen vier Wände geht. Dieser fällt wiederum entweder auf das letzte Wochenende im November oder den ersten Sonntag im Dezember. Von da an sind es nur noch drei Wochen bis Weihnachten – also höchste Zeit für Lichterketten, Sterne und bunte Weihnachtsdeko in allen Formen und Farben.

Kein Weihnachtsschmuck an Totensonntag?

Wem der erste Advent zu spät ist, kann sich stattdessen auch am Kirchenjahr orientieren. Dabei ganz wichtig: Der November ist sowohl im katholischen als auch evangelischen Kirchenjahr von Tagen des Totengedenkens geprägt. Vor diesen Tagen sollte die Weihnachtsdeko aus Respekt vor dem ernsten Hintergrund noch nicht angebracht werden. Folgende Tage gilt es im November zu berücksichtigen:

• Allerheiligen (1. November)

• Allerseelen (2. November)

• Totensonntag (fällt immer auf den letzten Sonntag vor dem ersten Advent)

Diese Tage schließen gleichzeitig auch das christliche Kirchenjahr ab und läuten damit die Vorweihnachtszeit ein.

Weihnachtsdeko: Was ist erlaubt?

Weihnachtliche Deko gibt es heutzutage in allen erdenklichen Variationen. Gerade in den letzten Jahren wurde diese immer üppiger an Häusern und in Gärten verteilt – wenn auch nicht unbedingt zur Freude aller Nachbarn. Wie viel Weihnachtsschmuck erlaubt ist, ist jedoch klar durch rechtliche Rahmenbedingungen geregelt.

Weihnachtsschmuck im Haus: Keine Einschränkungen für Mieter und Besitzer

Wer in den eigenen vier Wänden dekoriert, darf dies nach eigenem Ermessen tun. Das gilt sowohl für das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes als auch für Lichterketten am Fenster oder einen Adventskranz an der Wohnungstür, so der Deutsche Mieterbund in Berlin. Entsprechende Klauseln im Mietvertrag, die eben jenes verbieten, sind nicht gültig.

Anders sieht es aus, wenn einzelne Mieter ungefragt das ganze Treppenhaus schmücken – andere Mieter können verlangen, dass die Dekoration abgehängt wird, erklärt das Amtsgericht Münster (Az.: 38 C 1858/08). Wird die Deko außerdem zur Stolperfalle, muss der Mieter, der die Deko angebracht hat, für die Schäden haften. Ansonsten wichtig:

• Flucht- und Rettungswege freihalten.

• Hausordnung beachten: Dort steht ggf., was und ob etwas im Treppenhaus aufgehängt werden darf.

• Wer sich im Vorfeld mit seinen Nachbarn abstimmt, hat in der Regel von vornherein weniger Stress.

Weihnachtsschmuck auf dem Balkon und an der Fassade: Was ist erlaubt?

Ist die Weihnachtsdeko außen sichtbar, haben die Nachbarn durchaus einige Rechte. Vor allem dann, wenn es sich um blinkende oder helle Beleuchtung handelt. Sind Lichterketten und Co. störend, müssen diese ab 22 Uhr ausgeschaltet werden, so das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 390/09). Hat die Beleuchtung starken Einfluss auf das Erscheinungsbild des ganzen Hauses, kann sich sogar der Vermieter einschalten und Einspruch erheben.

Abgesehen davon sollten Sie die Befestigung Ihrer Weihnachtsdekoration genau überprüfen. Ist diese nicht sicher, fällt herunter und verursacht Schäden oder Verletzungen, sind Sie haftbar. Zudem muss auch die Fassade im Falle eines Mietverhältnisses unversehrt bleiben, sehen Sie also ab von Bohrlöchern oder ähnlichem.

Von RND/do

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