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Welt Vier Wochen altes Baby in Kiel getötet
Mehr Welt Vier Wochen altes Baby in Kiel getötet
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15:52 27.04.2018
Nach ersten Ermittlungen soll das Baby in diesem Haus gegen 3.45 Uhr ums Leben gekommen sein. Quelle: dpa
Kiel

Grausiger Fund in Kiel: Ein vier Wochen alter Säugling ist in der Nacht zu Freitag in einer Kieler Wohnung ums Leben gekommen. Als dringend tatverdächtig gilt der 19 Jahre alte Vater des Mädchens.

„Wir gehen von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Freitag. „Darauf deuten nach der Leichschau die Verletzungen des Säuglings hin“. Das Obduktionsergebnis lag allerdings noch nicht vor.

Vater stand unter Drogen- und Alkoholeinfluss

Der Tatverdächtige wurde kurz nach den Geschehnissen noch in dem Mehrfamilienhaus festgenommen. Laut Polizei war er alkoholisiert und stand offenbar unter dem Einfluss von Drogen. Die Staatsanwaltschaft werde voraussichtlich Haftbefehl wegen Mordes oder Totschlags beantragen, sagte Bimler.

Am Freitagnachmittag vernahmen Beamte den 19-Jährigen. Informationen über Inhalte der Aussagen des Mannes konnte der Oberstaatsanwalt nicht machen. Nicht äußern wollte er sich zu dem Familienstand von Vater und Mutter des Kindes. Bimler bestätigte lediglich, dass die beiden gemeinsam mit dem Kind in dem roten Backsteingebäude wohnten.

Reanimationsversuche scheiterten

Nach Erkenntnissen der Polizei ereignete sich die Tat am Freitagmorgen gegen 3.45 Uhr. Die Beamten wurden in den frühen Morgenstunden alarmiert, weil der junge Mann in der Wohnung randaliert haben sollte. Sie fanden das Kind wenig später derart schwer verletzt vor, dass Wiederbelebungsversuche der Polizisten und später durch einen Notarzt scheiterten. Klarheit über die Todesursache des Säuglings soll eine Obduktion des Leichnams bringen.

Der Vater war nach Polizeiangaben in der Vergangenheit bereits wegen kleinerer Delikte polizeilich in Erscheinung getreten. Allerdings sei der Mann nicht rechtskräftig verurteilt worden, sagte ein Sprecher.

Die Mutter des Kindes und weitere Angehörige wurden durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Gleiches galt für die Polizisten und Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Kieler Feuerwehr, die am Morgen im Einsatz waren.

Von RND/KN/dpa

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