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Welt Überlebende kehren zurück an die High School
Mehr Welt Überlebende kehren zurück an die High School
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07:36 26.02.2018
Gemeinsam mit ihren Eltern kehrten zahlreiche Jugendliche am Sonntag in die High School in Parkland zurück. Quelle: AP
Parkland

Nach dem Massaker mit 17 Toten in Florida sind Jugendliche der Marjory Stoneman Douglas High School erstmals zurück in die Einrichtung gekehrt, um persönliche Gegenstände abzuholen. Um ihnen die Rückkehr an die Schule zu erleichtern, haben sich in Gedenken an die Opfer 17 Menschen als Engel verkleidet. Sie sollten den Schülern Mut zusprechen und Zuversicht symbolisieren. Zahlreiche Eltern begleiteten ihre Kinder auf dem Weg in die Unterrichtsräume.

Am Mittwoch wird die High School wieder für den regulären Unterricht öffnen. „Zwei meiner besten Freunde sind nicht mehr hier“, sagte ein Schüler am Sonntag beim Abholen einer Tasche mit Büchern. Diese hatte er nach den ersten Schüssen des mutmaßlichen Schützen fallengelassen. „Ich werde am Mittwoch auf jeden Fall zur Schule gehen. Ich werde damit klarkommen“, so der Jugendliche.

Vor allem für ihre öffentlichen Auftritte umgehend nach der Tat wurden die Schüler aus Parkland landesweit gelobt. Auf Demonstrationen, in den Medien und im Dialog mit Politikern positionierten sich die Jugendlichen in der Debatte um strengere Waffengesetze und forderten eine Verschärfung. Auch Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey würdigte ihren Einsatz. Die Schüler seien „Krieger des Lichts“, sagte Winfrey in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Ebenso wie Amal und George Clooney hatte die Moderatorin eine halbe Millionen Dollar für die Protestaktionen der Schüler gespendet.

Weitere Diskussion um Waffenregulierungen

Die Debatte um schärfere Waffenkontrollen dürfte am Montag im US-Kongress weitergehen. Nach zehn Tagen Pause liegen für die Abgeordneten Vorschläge des US-Präsidenten zur Diskussion bereit.

Donald Trump kündigte zudem an, Waffengewalt an Schulen bei einem Treffen mit den US-Gouverneuren am Montag im Weißen Haus zum Top-Thema zu machen. Nach dem Amoklauf eines 19-Jährigen am 14. Februar hatte er unter anderem vorgeschlagen, das Mindestalter für den Kauf von Waffen anzuheben, die Sturmgewehren ähnlich sind.

Zurückhaltung aus den Reihen der Republikaner

Außerdem erwog er die Bewaffnung von Lehrern und sagte, das müsse letztlich aber Sache der einzelnen Staaten sein. Gemeinsame Pläne von Republikanern und Demokraten schien es bislang nicht zu geben. In den vergangenen Tagen zeigten sich Vertreter von Trumps Partei still. Ihr vornehmliches Schweigen gab denn auch keine Hinweise darauf, ob sich die Republikaner hinter die Ideen des Präsidenten stellen, eigene Vorschläge machen oder nichts vorantreiben würden.

Der republikanische Senator Marco Rubio war dagegen, Lehrern das verdeckte Tragen von Waffen im Klassenraum zu gestatten. Die Anhebung eines Mindestalters für den Kauf bestimmter Waffen und strengere Überprüfungen der Käufer wurden dagegen befürwortet.

Der Senat dürfte über einen Entwurf debattieren, der FBI-Hintergrundüberprüfungen stärken soll und Strafen für jene Behörden vorsieht, die Personalakten nicht ordnungsgemäß pflegen und weitergeben. Hintergrund ist die Air Force, die eingeräumt hatte, die Vorstrafe eines Schützen aus Texas nicht an die US-Kriminaldatenbank übertragen zu haben. Der Mann hatte im November mehr als zwei Dutzend Menschen in einer Kirche erschossen.

Der Entwurf hatte das Repräsentantenhaus bereits im vergangenen Jahr passiert, aber nur, nachdem die Republikaner eine von der Waffenlobby NRA geförderte Maßnahme angehängt hatten. Diese soll es Waffenbesitzern erleichtern, Waffen verdeckt von US-Staat zu US-Staat zu transportieren.

Von RND/dpa

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