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Welt Horst Seehofer mit Twitter-Premiere – und viel Gegenwind
Mehr Welt Horst Seehofer mit Twitter-Premiere – und viel Gegenwind
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13:59 12.09.2018
Der Innenminister Horst Seehofer (CSU) ist jetzt bei Twitter. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Hannover

Er hat sein Versprechen gehalten. Innenminister Horst Seehofer (CSU) twittert ab sofort auf dem offiziellen Kanal des BMI unter dem Kürzel „HS“. In seinem Premieren-Tweet gedenkt er den Opfern des Anschlages auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Seehofer betont, dass Deutschland eine „starke Zivilgesellschaft, starke Polizei und starke Sicherheitsbehörden im Kampf gegen jeglichen Extremismus“ brauche. Dafür werde er sorgen.

Von Rücktritt keine Spur. Der Partei-Chef der CSU geriet zuletzt von allen Seiten unter Beschuss. In der Maaßen-Affäre wurde Seehofer für seine Kommunikationspolitik stark kritisiert. Da kommt Twitter gerade recht. Zukünftig wolle der Politiker über die Social-Media-Plattform mit den Bürgern „in Dialog treten“.

Die Reaktionen auf Seehofers Einstand folgten prompt. Jan Böhmermann, ganz der Satiriker, der er ist, schreibt: „Werde nie den Tag vergessen, an dem die Welt diese schrecklichen Bilder sehen musste.“

Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fragt: „Lohnt sich das wirklich noch?“

Der Parteikollege von Klingbeil, Kevin Kühnert, sieht es ähnlich: „Ob der Innenminister ab Ende Oktober mit dem Kürzel AD, AS oder JH twittert, das entscheiden Alex, Andy, Joachim und der restliche CSU-Vorstand zeitnah. In der Zwischenzeit wird das Ministerium mit dem Kürzel N.N. twittern.“

Andere wiederum, wie der User Claus-Peter Reisch, nehmen den Innenminister beim Wort: „Hallo Herr Seehofer, dies ist eine Dienstleistungsanfrage des Bürgers Claus Reisch. Ich nehme Ihr Dialogangebot an. Wann haben Sie Zeit, zu einem konstruktiven Gespräch bei einem Weißwurstfrühstück im Hofbräuhaus zum Thema Seenotrettung?“

Der Ruf nach einer Entlassung von Hans-Georg Maaßen wurde ebenfalls laut. „Eine Dienstleistung wäre ein neuer Verfassungsschutz-Präsident“, schreibt der Nutzer Peter Pank.

Von RND/ka

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