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Welt Totensonntag 2018: Die Bedeutung hinter dem stillen Feiertag
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12:53 26.11.2018
Am 25. November 2018 ist Totensonntag. Quelle: epd
Hannover

Der November ist der Monat des Totengedenkens. In ihn fallen der katholische Allerseelen am 2. November, der Volkstrauertag am 18. November und schließlich der evangelische Totensonntag am 25. November. Der Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag soll den Hinterbliebenen Trost spenden, das Andenken der Verstorbenen wachhalten und gleichzeitig zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit aufrufen.

Wann ist Totensonntag 2018 in Deutschland?

In diesem Jahr wird der Totensonntag am 25. November begangen, seinem Namen entsprechend findet er in jedem Jahr an einem Sonntag statt. Es handelt sich um den letzten Sonntag vor Advent und gleichzeitig den letzten Sonntag des evangelischen Kirchenjahres.

Totensonntag 2018 bis 2020

• Totensonntag 2018: Sonntag, 25. November 2018

• Totensonntag 2019: Sonntag, 24. November 2019

• Totensonntag 2020: Sonntag, 22. November 2020

Ist Totensonntag ein Feiertag, und haben Sie am 25. November frei?

Der Totensonntag ist kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, frei haben die meisten Arbeitnehmer aber trotzdem (da es sich um einen Sonntag handelt). Zudem gibt es einige besondere Regelungen, die an diesem Tag, der jährlich immer zwischen dem 20. und 26. November liegt, gelten. Da es sich um einen sogenannten stillen Feiertag handelt, greifen die jeweiligen Feiertagsgesetze der Bundesländer.

Ist der Totensonntag ein stiller Feiertag?

Ja, als sogenannter stiller Feiertag wird der Totensonntag auf besondere Weise begangen, auch wenn er kein offizieller Feiertag ist. Um den ernsten Charakter des Tages zu wahren, finden beispielsweise keine öffentlichen Veranstaltungen statt. Dies wirkt sich insbesondere auf Weihnachtsmärkte aus, die am Totensonntag nicht geöffnet sind. Viele Märkte beginnen aus diesem Grund erst eine Woche später, kurz vor dem ersten Adventssonntags.

Je nach Auflagen gibt es ganztägige Tanzverbote, teilweise werden aber auch bestimmte Kinofilme von den Behörden ausgesetzt. Darüber hinaus gilt ein generelles Lkw-Fahrverbot in Deutschland. So sollen religiöse oder andachtsvolle Gefühle geschützt werden, die viele Bürger an jenen Feiertagen empfinden. Andere stille Feiertage sind:

• Heiligabend

• Aschermittwoch

• Volkstrauertag

Buß- und Bettag

Was ist der Totensonntag?

Der Totensonntag wird in den evangelischen Kirchen Deutschlands auch als Ewigkeitssonntag oder „Gedenktag der Entschlafenen für das Totengedenken“ bezeichnet und dient als Gedenktag für die Verstorbenen. Je nach Auslegung wird er auch als Tag des Jüngsten Gerichts bezeichnet.

Entstanden ist der Totensonntag im 19. Jahrhundert und geht auf den preußischen König Friedrich Wilhelm III zurück. Dieser führte ihn im Jahr 1816 ein – als Grund werden heute die Befreiungskriege gegen Napoleon vermutet, die viele Opfer und Gefallene mit sich gebracht haben. Eine andere Geschichte erzählt, dass der preußische König den Tag in Gedenken an seine Gemahlin bestimmte, die im selben Jahr starb.

Danach verbreitete er sich schnell in den zahlreichen Kirchengemeinden Deutschlands.

Als Ewigkeitssonntag wird der Totensonntag bezeichnet, da der Gedenktag den Tod und die Hoffnung auf ein neues Leben in Verbindung bringt. Als Tag des Jüngsten Gerichts bezeichnet man ihn hingegen, da es sich um den letzten Tag des Kirchenjahres handelt und daran erinnert wird, dass jeder Mensch eines Tages verstirbt. Mit Allerseelen hat die katholische Kirche einen ähnlichen Tag, um ihrer Toten zu gedenken. Dieser fällt auf den 2. November, einen Tag nach Allerheiligen.

Wie wird der Totensonntag begangen?

Um der Toten zu gedenken, besuchen viele Hinterbliebene am Totensonntag die Friedhöfe und schmücken die Gräber ihrer Angehörigen. Traditionell werden Grabkerzen oder Grablichter auf den Gräbern platziert, aber auch anderer Grabschmuck – zum Beispiel Gestecke und Blumen – kommt zum Einsatz.

Gottesdienste beschäftigen sich mit dem Gedenken der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres, in vielen Friedhofskapellen werden die Namen der Verstorbenen vorgelesen. Ebenso wird auf die Auferstehung der Toten sowie die Ankunft von Christi und des Reiches Gottes hingewiesen.

Warum wird erst nach Totensonntag für Weihnachten dekoriert?

Schon jetzt zeigen sich erste festliche Beleuchtungen an einigen Häusern. Für viele Menschen, die den Totensonntag lieber still und andächtig feiern möchten, ein viel zu früher Zeitpunkt, der den ernsten Hintergrund des Tages stört.

Offiziell verboten ist das Schmücken und Dekorieren vor dem Totensonntag allerdings nicht, wenngleich es für viele eine Art ungeschriebenes Gesetz ist. Wer sich fragt, wann die Weihnachtsdeko stattdessen angebracht werden soll: Traditionell startet die Weihnachtszeit in Deutschland mit dem ersten Advent am 2. Dezember und endet am 06. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige. Diese beiden Tage eignen sich entsprechend, um den heimischen Weihnachtsschmuck erstmals auf- und später wieder abzuhängen.

Weihnachtsmärkte am Totensonntag

Kontrovers gestaltet sich die Eröffnung von Weihnachtsmärkten vor Totensonntag. In der Vergangenheit haben Städte und Länder in der Regel darauf verzichtet, die Märkte vor dem Gedenktag zu eröffnen, mittlerweile gibt es aber immer wieder Ausnahmen. So berichtete die LZ beispielsweise über einen Weihnachtsmarkt in Paderborn, der einen Antrag auf die frühe Eröffnung am Freitag vor Totensonntag gestellt und eine Genehmigung bekommen hat. Die Meinungen dazu sind gespalten – während einige sich schon auf den Weihnachtsmarkt freuen, kritisieren andere die kommerzielle Ausrichtung und wollen die Tradition wahren.

In jedem Fall geschlossen bleiben die Weihnachtsmärkte allerdings am Totensonntag (stiller Feiertag).

Von RND/do

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