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Welt Thanksgiving 2018: Darum wird der amerikanische Feiertag so groß gefeiert
Mehr Welt Thanksgiving 2018: Darum wird der amerikanische Feiertag so groß gefeiert
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15:00 22.11.2018
Zu Thanksgiving wird in den USA traditionell Truthahn serviert. Quelle: Insa Kohler/dpa
Washington

In Deutschland ist das Weihnachtsfest die wichtigste Zusammenkunft innerhalb der Familie. In den USA ist es hingegen Thanksgiving – das Fest lässt sogar den Verkehr im gesamten Land zusammenbrechen.

Wann ist Thanksgiving 2018 in den USA?

Gefeiert wird es jedes Jahr am vierten Donnerstag im November, dieser Jahr also am 22. November. Unser Erntedankfest ist damit allerdings kaum vergleichbar. Das Erntedankfest, wie es in Europa begangen wird, stellt nämlich einen kirchlichen Feiertag dar. In Gottesdiensten danken die Menschen dem Herrn für seine Gaben. Zudem wird an Menschen gedacht, die nicht so reich beschenkt sind und möglicherweise hungern müssen. Das Datum variiert je nach Jahr:

• Thanksgiving Day 2018: 22. November

• Thanksgiving Day 2019: 28. November

• Thanksgiving Day 2020: 26. November

Geschichte von Thanksgiving: Fest geht auf Kolonialisierung der Europäer zurück

Das amerikanische Thanksgiving hat einen anderen Hintergrund: Es geht auf die Kolonialisierung durch die Europäer zurück. Die Siedler der Church of England gelangten mit der Mayflower im Winter 1620 nach Amerika und wurden dort vom Winter überrascht.

Erstes Thanksgiving 1621 in Plymouth

Das erste Thanksgiving-Fest 1621 (Farbdruck von 1932, nach einem Gemälde von Jean Léon Jérôme Ferris). Quelle: picture alliance/akg-images

Die, die überlebten, errichteten im Frühjahr eine Siedlung und wurden zu Beginn beim Nahrungsanbau von einem Indianerstamm, den Wampanoag, unterstützt. Überlieferungen zufolge fand das erste Thanksgiving 1621 in Plymouth statt. Der damalige Kolonialgouverneur hatte ein Festival geplant, um sich für eine gute Ernte zu bedanken. Bei dem Fest waren auch die Ureinwohner der Wampanoag anwesend, ohne die die Kolonisten den vorangegangenen Winter nicht überlebt hätten. Andere Quellen behaupten, es habe schon früher ähnliche Feste gegeben. Die heutigen Amerikaner und Kanadier führen ihr Thanksgiving aber auf das Jahr 1621 zurück.

„Mary had a little lamb“-Autorin kämpfte 17 Jahre für den Feiertag

1863 führte Präsident Lincoln einen nationalen Tag des Dankes ein und wählte dafür zunächst den letzten Donnerstag im November. Initiatorin war aber eine andere. Sarah Josepha Hale, die Autorin von „Mary had a little lamb“, bat insgesamt fünf Präsidenten darum, den Anlass zu einem Feiertag zu machen. Schließlich lenkte Lincoln ein – 17 Jahre nachdem Hale ihren ersten Brief geschrieben hatte. 1939 verlegte Franklin D. Roosevelt den Tag eine Woche nach vorne, um damit die Einkaufssaison vorm Weihnachtsfest zu verlängern. In den folgenden zwei Jahren gab es in den einzelnen Bundesstaaten teils sehr unterschiedliche Regelungen.

Black Friday folgt auf Thanksgiving

1941 entschied der Kongress dann, Thanksgiving zu einem nationalen Feiertag zu machen und legte hierfür den vierten Donnerstag im November fest. Am darauffolgenden Freitag nehmen sich viele der Arbeitnehmer frei, um das Wochenende zu verlängern. Für diesen Tag hat sich der Begriff „Black Friday“ eingebürgert, an dem der Einzelhandel satte Rabatte gewährt.

Wie wird Thanksgiving heute gefeiert?

An Thanksgiving kommt meist die ganze Familie zusammen. Geschenke sind nicht üblich. Einige Tage vor dem Fest wird es vom US-Präsidenten proklamiert, wobei er wichtige Ereignisse des ablaufenden und nächsten Jahres anspricht und Gott seinen und den Dank der Nation ausspricht. Die Industrieverbände überreichen dem Präsidenten jährlich einen Truthahn, der dann begnadigt wird.

Essen an Thanksgiving: Gefüllter Truthahn

Wilde Truthähne existierten im 17. Jahrhundert zwar bereits, ob sie aber beim ersten Thanksgiving 1621 als Festmahl dienten, können Historiker nicht sicher belegen. Zum traditionellen Thanksgiving-Essen gehört er heutzutage trotzdem, und zwar gebraten und gefüllt. Zudem werden Cranberry-Sauce, Süßkartoffeln, Apfel- und Kürbiskuchen sowie Gemüse wie Kürbis, grüne Erbsen und Mais gereicht. Vorher wird in der Regel ein Dankgebet gesprochen. Anschließend geht es vor den Fernseher – zum Football gucken.

Lesen Sie auch: In England werden Truthähne von Alpakas bewacht.

Von RND/df

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