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Welt Panne an Regierungsmaschine – Luftwaffen-Sprecher dementiert kriminellen Hintergrund
Mehr Welt Panne an Regierungsmaschine – Luftwaffen-Sprecher dementiert kriminellen Hintergrund
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10:11 30.11.2018
Der gestrandete Regierungsflieger am Flughafen Köln/Bonn. Quelle: Jörg Blank/dpa
Köln

Nach dem Zwischenfall an Bord der Regierungsmaschine Konrad Adenauer wird die Ursache untersucht. Die Information der „Rheinische Post“, die Bundesregierung prüfe einen möglichen kriminellen Hintergrund, wurde von dem Sprecher des Bundeswehr-Kommandos der Luftwaffe gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) dementiert.

„Es gibt nicht den kleinsten Anhaltspunkt für einen kriminellen Hintergrund. Uns ist wichtig, dieses Gerücht aus der Welt zu schaffen“, sagte ein Sprecher. „Für uns steht in solchen Fällen die Sicherheit der Fluggäste absolut im Vordergrund.“

Am Donnerstagabend ist die Kanzlerin von Berlin-Tegel aus mit dem Regierungsflieger in Richtung G20-Gipfel nach Buenos Aires aufgebrochen. Doch statt 15 Stunden später in Argentinien über Weltpolitik verhandeln zu können, musste der Kanzlerinnen-Flieger über den Niederlanden umdrehen – ein technisches Problem. Auch Finanzminister Olaf Scholz befand sich in dem Flugzeug.

Merkel und die Delegation mussten nach der Landung in Köln um 21 Uhr im Flugzeug verharren und auf eine Lösung warten. Ein direkter Weiterflug war nicht möglich – was unter anderem an den Arbeitszeitrichtlinien für die Crew lag. Die Kanzlerin, Scholz und ein sehr kleiner Teil der Delegation flogen am Freitagmorgen per Linienflug von Madrid nach Buenos Aires. Die Landung wird für 17.58 Uhr Ortszeit erwartet.

Angela Merkel und die deutsche Delegation mussten auf einen Linienflug der Airline Iberia umsteigen. Quelle: Screenshot/Flightradar

Merkel erfuhr von dem Malheur während eines Hintergrundgesprächs mit Journalisten an Bord. „Einige elektrische Systeme an Bord“ seien ausgefallen, hieß es später in der Durchsage, damit wolle man „die Reise über den Atlantik nicht antreten“. Das Gespräch der Kanzlerin an Bord mit den Journalisten wurde umgehend abgebrochen.

Die technische Panne war offenbar dramatischer als bisher bekannt. „Es war eine ernsthafte Störung“, sagte die Kanzlerin am frühen Freitagmorgen in Bonn. An Bord des Airbus A340-300 „Konrad Adenauer“ war laut „Spiegel“-Informationen das komplette Kommunikationssystem ausgefallen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sei umgehend nach dem Ausfall der Funkanlage informiert worden.

Auf einem Monitor im Flugzeug zeigt die geänderte Flugroute. Quelle: Jörg Blank/dpa

Ursprünglich war die Ankunft des Regierungsfliegers in Buenos Aires für den frühen Freitagmorgen Ortszeit geplant. Schon für den Morgen war ein bilaterales Treffen Merkels mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri geplant – dies muss nun ausfallen oder verschoben werden. Auch die weiteren Treffen mit US-Präsident Donald Trump, dem Chinesischen Staatschef Xi Jinping sowie Russlands Präsident Wladimir Putin müssen nun in einen neuen Zeitplan eingefügt werden. Man prüfe, so Regierungssprecher Steffen Seibert, ob geplante Treffen verlegt werden können. Den Auftakt zum Gipfel jedenfalls verpasst die Kanzlerin.

Auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires musste der Regierungsflieger mit Angela Merkel an Bord umkehren. Der Grund war eine technische Panne. Das wirbelt auch den Zeitplan der Bundeskanzlerin durcheinander.

Der G20-Gipfel in Argentinien ist der erste seit dem Hamburger Treffen im vergangenen Jahr. Zahlreiche weltpolitische Fragen stehen auf der Agenda, besonders Handelsfragen und die Krise in der Ukraine sind Gegenstand vieler Treffen. Mit Spannung und Skepsis wird zudem der Auftritt des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman erwartet, der wegen der ungeklärten Hintergründe des Mordes am Journalisten Jamal Khashoggi in die Kritik geraten ist.

Die Bundeskanzlerin fliegt zu derartigen Treffen mit einem Airbus 340 der Luftwaffe. Das Flugzeug ist unterteilt in einen Delegationsbereich mit Schlafgemach für die Kanzlerin, Delegations- und Konferenzraum, einen Business-Bereich für mitreisende Sicherheitsleute, Wirtschaftsvertreter oder Diplomaten sowie einen mit der Economy-Klasse vergleichbaren Bereich, in dem Journalisten und einige weitere Begleiter untergebracht sind.

Von Gordon Repinski/RND

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