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Welt Südkorea schließt größten Hunde-Schlachthof des Landes
Mehr Welt Südkorea schließt größten Hunde-Schlachthof des Landes
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10:30 23.11.2018
Unter katastrophalen Umständen lebten mehrere Hundert Hunde in einem Schlachthof-Komplex in Südkorea (Symbolbild). Quelle: picture alliance/dpa
Seongnam

Örtliche Behörden in Südkorea haben begonnen, den größten Hundeschlachthof des Landes zurückzubauen. Dies berichtete die Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI). Der Taepyeong-dong-Komplex in der Stadt Seongnam südlich von Seoul soll in einen öffentlichen Gemeinschaftspark umgestaltet werden. Koreanische Tierschützer sprechen von einem historischen Moment.

Aktivisten entdeckten einen Haufen toter Hunde

Im Taepyeong-Dong-Komplex waren mindestens sechs Schlachthöfe zusammengeschlossen, die mehrere Hundert Tiere gleichzeitig beherbergten. Der Komplex war eine wichtige Fleischquelle für Restaurants im ganzen Land. Aktivisten der Humane Society International bezeichneten die Bedingungen innerhalb des Komplexes als „schrecklich“. Sie berichteten, Elektrogeräte gesehen zu haben, mit denen den Hunden Stromschläge verpasst wurden, um sie zu töten. Zudem entdeckten sie Messer, eine Enthaarungsmaschine und zahlreiche tote Hunde.

Ewa Demianowicz von HSI sagte: „Es war zutiefst beunruhigend, das Innere dieses Schlachthofs zu sehen und zu wissen, dass Millionen von Hunden hier schrecklich gestorben sind.“ Es sei eine düstere und brutale Einrichtung gewesen. „Sowohl als koreanische Staatsbürgerin als auch als Kämpferin für den Tierschutz war es für mich unglaublich bewegend, Teil dieser historischen Schließung des berüchtigten Hundeschlachthofes zu sein“, ergänzte ihre koreanische Kollegin Nara Kim. Sie schaudere bei dem Gedanken, wie viele Millionen Hunde über die Jahre an diesem Ort ihr schreckliches Schicksal erlitten haben. „Es war ein Schandfleck in der Stadt Seongnam und wir freuen uns sehr, dass die Anlage dem Erdboden gleichgemacht wird“, sagte sie.

Lesen Sie auch: In Vietnam wurden die Menschen aufgefordert, kein Hundefleisch mehr zu Essen.

Hundefleisch in Südkorea kaum noch gefragt

Es sei ein Meilenstein für im Kampf gegen die Hundefleischindustrie in Südkorea und vermittle die klare Botschaft, dass Hundefleisch in der Gesellschaft immer unwillkommener werde, sagte Nara Kim. Aktivisten versuchen schon seit Jahren, den koreanischen Brauch, Hundefleisch zu essen, zu beenden. Einst galt Hundefleisch in Südkorea als Delikatesse. Aber die Einstellung der Menschen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Eine Umfrage aus 2018 zeigt, dass 70 Prozent der Koreaner in Zukunft kein Hundefleisch mehr essen wollen. Bislang hat die Organisation 13 Hundefarmen dauerhaft geschlossen und fast 1600 Hunde gerettet. Sie fanden in den Vereinigten Staaten, Kanada, dem Vereinigte Königreich und den Niederlanden ein neues Zuhause.

Von RND/df

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