Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Südafrika bestellt US-Diplomaten ein
Mehr Welt Südafrika bestellt US-Diplomaten ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:41 24.08.2018
US-Präsident Donald Trump hat sich in die geplante Landesreform in Südafrika eingemischt. Quelle: Evan Vucci/dpa
Pretoria

Nach der Einmischung von US-Präsident Donald Trump in die Debatte um eine Landreform in Südafrika hat das dortige Außenministerium den Geschäftsträger der US-Botschaft einbestellt. Außenministerin Hon Lindiwe Sisulu wollte die Unzufriedenheit der Regierung und Bevölkerung über den „auf falschen Informationen basierenden Tweet“ des US-Präsidenten zum Ausdruck bringen, hieß es in einer veröffentlichten Mitteilung des Ministeriums bei Facebook.

Trump mischte sich mit Tweet in Landreform ein

Trump hatte sich in der Nacht zu Donnerstag per Twitter in die Debatte über die umstrittene Landreform in Südafrika eingemischt. Er habe Außenminister Mike Pompeo angewiesen, Enteignungen von Bauern und Beschlagnahmungen landwirtschaftlicher Betriebe sowie die „großangelegte Tötung von Farmern“ in Südafrika genau zu beobachten, twitterte er.

Kurz zuvor war auf Trumps Lieblingssender Fox News ein Bericht über Enteignungen von weißen Landwirten gelaufen. Moderator Tucker Carlson bezeichnete die mehrheitlich schwarze Regierung Südafrikas darin als „rassistisch“.

Pretoria enttäuscht über Trump-Tweet

In Südafrika machen Weiße ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung aus, aber knapp ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des rassistischen Apartheid-Regimes gehört ihnen immer noch etwa 72 Prozent des landwirtschaftlich genutzten Landes. Schwarzen war der Landbesitz während der Apartheid-Jahre verboten.

Trumps Tweet sei durch südafrikanische Lobbyisten beeinflusst worden, welche die Landreform zum Scheitern bringen wollten, hieß es vom südafrikanischen Außenministerium. Der Geschäftsträger der US-Botschaft sei informiert worden, dass Pretoria „enttäuscht“ über die unterlassene Nutzung vorhandener diplomatischer Kanäle sei.

Von RND/dpa

Schwere Unwetter haben im Pinzgau südlich von Salzburg Schlammlawinen ausgelöst und rund 250 Menschen zwischenzeitlich von der Außenwelt abgeschnitten. Wie das Bundesland Salzburg mitteilte, wurde bei den Gewittern im Talschluss bei Hinterglemm eine Straße weggespült.

24.08.2018

Ein Vater hat im Kaufrausch sein zweijähriges Kind im Auto zurückgelassen. Fußgänger bemerkten den weinenden Jungen und alarmierten die Polizei.

24.08.2018

Die rechtsradikale „Identitäre Bewegung“ hat rund 500 Mitglieder in Deutschland, die laut Innenministerium in den vergangenen 16 Monaten mehr als 100 Straftaten verübt haben. Tätliche Angriffe blieben die Ausnahme, die Linken warnen trotzdem vor der Bewegung.

24.08.2018