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Welt Studenten in Bielefeld haben „keinen Bock“ auf Rapper Cro
Mehr Welt Studenten in Bielefeld haben „keinen Bock“ auf Rapper Cro
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17:06 21.06.2018
Um einen Auftritt des Rappers Cro in Bielefeld gibt es Ärger. Quelle: dpa
Bielefeld

Normalerweise ist Cro eher Jubel gewöhnt, jetzt gibt es für den Rapper („Easy“) mächtig Gegendwind. Sexismus, Gewalt und Transfeindlichkeit – das wirft der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) der Uni Bielefeld dem Hip-Hop-Star vor. Cro, bekannt für seine Pandamaske, wird als Headliner für das Campus Festival in Bielefeld auf einer der fünf Bühnen stehen. Wenn es nach dem AStA geht, ist es das letzte Mal, dass „Rapper wie Cro“ auf dem Campus Festival zu sehen sind. Das Gleichstellungsreferat des AStA hätte den Auftritt des Rappers am liebsten verhindert – viele Studenten sind der gleichen Ansicht, die meisten jedoch fühlen sich offenbar bevormundet. Auf der Facebook-Seite des AStA tobt ein Shitstorm.

„Cros Texte sind sexistisch und von Gewaltphantasien geprägt“, erklärt der AStA. Sexismus komme in der Gesellschaft gut an und verkaufe sich. Das dahinter liegende Gesellschafts- und Geschlechterbild werde kaum gesehen. „Wir haben keine Lust, Cro eine Bühne zu geben, auf der er seinen Sexismus und seine Gewaltphantasien zum Besten geben kann“, erklärt der AStA. Doch nicht nur in seinen Liedern würde er Frauen zu Sex-Objekten degradieren, auch in Interviews habe der Sänger Frauen als langweilig, sich selbst als Jäger und Frauen als Reh bezeichnet und sei der der Meinung, dass Mädchen nicht rappen können.

+++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ Wir teilen hier einen Text, den unser Gleichstellungsreferat zusammen mit dem Fem*Ref...

Gepostet von Asta Uni Bielefeld am Dienstag, 19. Juni 2018

Besonders eine Textpassage stört den AStA: In seinem Lied ‚easy‘ singe Cro wie er von Frauen gestresst ist und lieber erstmal chillen will. „Frauen stressen ihn, wenn sie schwanger werde oder heiraten wollen. Dafür hat er auch schon eine Lösung parat – erschießen“, so der AStA.

Cro äußert sich bislang nicht zum Ärger

„Die Reaktionen und Aktionen sind ideologisch und nicht rational“, hält die studentische Organisation Die Studenten dagegen. Die Meinung des AStA vertrete nicht alle Studenten. „Das dieser Mist tatsächlich als Petition gegen Cro gedacht ist, macht einfach nur betroffen“, kommentiert ein Facebook-Nutzer auf der AStA-Seite. Auch Zensur werfen einige User dem AStA vor.

Headliner Cro äußerte sich bisher nicht zum Ärger um seinen Auftritt beim Campus Festival. Am Donnerstagabend wird der 28-Jährige vor Tausenden Studenten performen. Auf fünf Bühnen treten auch Bands wie Von wegen Lisbeth und Turbostart auf. Als Überraschungsgäste sollte auch das weibliche Rapperduo SXTN auftreten, das für derbe Texte und das Spielen mit männlichen Klischees bekannt ist. Kurz vor dem Beginn des Festivals sagte das Duo seinen Auftritt wegen Krankheit aber ab.

Von Tomma Lena Petersen/RND

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