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Welt Standing Ovations für verstorbenen George Bush bei Kennedy-Preisverleihung
Mehr Welt Standing Ovations für verstorbenen George Bush bei Kennedy-Preisverleihung
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08:49 03.12.2018
Wayne Shorter, Cher, Reba McEntire, Philip Glass (vordere Reihe von links), Thomas Kail, Lin-Manuel Miranda, Andy Blankenbuehler und Alex Lacamoire (hintere Reihe von links) wurden mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet. Quelle: AP
Washington

Der Tod von Ex-US-Präsident George H.W. Bush hat auch die Verleihung des Kennedy-Preises für besondere Verdienste um die amerikanische Kultur überschattet. Bei der Gala am Sonntagabend in Washington gab es gleich zum Auftakt Standing Ovations für den Staatsmann, der am Freitag im Alter von 94 Jahren verstorben war.

Es sei nur angemessen, das „Ableben eines wunderbaren Mannes zu würdigen, der sein Leben dem Dienst widmete und in seiner Amtszeit an dieser Veranstaltung wohlwollend mehrmals teilnahm, dabei lachte, applaudierte, mitsang und sogar ganz oben in der Präsidentenloge eine Träne vergoss“, sagte Moderatorin Gloria Estefan.

Gloria Estefan betont Menschlichkeit von George H.W. Bush

Die kubanisch-amerikanische Sängerin gab noch Anekdoten über ihre Begegnung mit Bush zum Besten. Sie erinnerte sich an eine Einladung ins Weiße Haus, als Bush noch Präsident gewesen sei. Er habe damals „buchstäblich 45 Minuten damit“ verbracht, mit ihrem „achtjährigen Sohn geduldig darüber zu reden“, wie die Regierung funktioniere, erzählte die US-kubanische Sängerin. Nur wenige Tage nach ihrem Besuch im Weißen Haus sei ihr Tourbus in einen schweren Unfall verwickelt gewesen. Ihre Verletzung habe fast zu einer Lähmung geführt, und Präsident Bush habe sie im Krankenhaus angerufen.

Der Ratsvorsitzende am Kennedy Center, David Rubenstein, würdigte George H.W. Bush ebenfalls. Er denke oft an die Werte, die Bush im öffentlichen Dienst vermittelt habe. „Ich habe noch nie einen ehrlicheren Mann, eine wohltätigere Person, eine echtere Person kennengelernt.“

Trump sagt Kennedy-Preisverleihung zum zweiten Mal ab

Um Amtsinhaber Donald Trump hätte es bei der Kennedy-Preis-Gala im vergangenen Jahr fast einen Eklat gegeben: Etliche Geehrte - allen voran der linke TV-Produzent Norman Lear - drohten mit einem Boykott, falls Trump kommen würde. In diesem Jahr gab es zwar keine Drohungen dieser Art, doch gaben die Trumps vor drei Wochen bekannt, dass sie auch diesmal nicht zur Verleihung erscheinen würden. Damit ist Trump der erste US-Präsident, der gleich zwei Kennedy-Preis-Verleihungen verpasst hat. Am Sonntagmorgen waren er und die First Lady vom G20-Gipfel in Buenos Aires nach Washington zurückgekehrt.

Mit dem Kennedy-Preis ehren die USA jedes Jahr Stars, die sich durch Musik, Tanz, Gesang oder die darstellenden Künste um die Kultur verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören in diesem Jahr die Sängerin und Schauspielerin Cher, der Komponist Philip Glass, Countrymusik-Legende Reba McEntire, Jazz-Ikone Wayne Shorter und das Produzententeam hinter dem Musical „Hamilton“, das die Geschichte eines der Gründerväter Amerikas erzählt. Auf dem Roten Teppich sagte Cher zuvor, sie sei ehrlich überrascht von der Auszeichnung. „Ich hätte nie gedacht, dass ich die richtige Person dafür bin, weil ich ein bisschen verrückt bin“, bekannte die 72-jährige Popikone.

Von RND/dpa

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