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Welt Spektakulärer Fund zeigt: Nicht nur Dinosaurier wurden riesig
Mehr Welt Spektakulärer Fund zeigt: Nicht nur Dinosaurier wurden riesig
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20:00 22.11.2018
So könnte Lisowicia bojani ausgesehen haben. Quelle: Karolina Suchan-Okulska/dpa
Lisowice

4,50 Meter lang, 2,60 Meter hoch und 9 Tonnen schwer: Dieser Gigant war vor rund 210 Millionen Jahren wohl das größte Landwirbeltier seiner Zeit – mit Ausnahme der Dinosaurier. In Polen haben Forscher aus Knochenfunden ein Tier rekonstruiert, das etwa die Größe eines Afrikanischen Elefanten hatte. Aus dem Fund ziehen die Paläontologen im Fachblatt «Science» überraschende Erkenntnisse.

Die Knochen von zwei Vertretern der Art Lisowicia bojani wurden nahe der schlesischen Ortschaft Lisowice entdeckt. Die Fundschicht ist etwa 210 Millionen Jahre alt und zählt somit zum Obertrias, schreiben Tomasz Sulej von der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Grzegorz Niedźwiedzki von der schwedischen Universität Uppsala. Während des Trias – vor 252 bis vor 201 Millionen Jahren – entstanden die ersten Dinosaurier und auch die Vorläufer vieler heutiger Tiere, etwa von Krokodilen, Schildkröten und auch Säugetieren.

War die Größe ein Schutz gegen Raubtiere?

Lisowicia zählt zur Gruppe der Dicynodontia. Diese großen Pflanzenfresser gehören zu den Therapsiden – Säugetier-ähnlichen Reptilien, von denen unter anderem die Säugetiere abstammen. Zwar waren bislang schon viele andere Dicynodontia bekannt, aber die waren wesentlich kleiner und lebten viel früher. «Lisowicia ist sowohl der jüngste Dicynodont als auch das größte Landwirbeltier des Trias, das kein Dinosaurier war», wird Niedźwiedzki in einer Mitteilung der Universität Uppsala zitiert.

Studenten arbeiten an den Knochen. Quelle: Tomasz Sulej/dpa

Der aktuelle Fund des massigen Tiers belege, dass die Entwicklung riesiger Pflanzenfresser während des späten Trias nicht nur Dinosaurier betraf, sondern auch andere Tiergruppen. Möglicherweise habe die Größe ihnen Schutz vor Raubtieren geboten, vielleicht aber auch Vorteile bei der Verwertung der Nahrung, spekulieren die Wissenschaftler.

Auch der Fundort Polen sorgt für Verblüffung, denn die bisherigen Fossilien von Dicynodontia stammten vor allem aus Afrika, Asien und Amerika. Der Fund zeige, dass die Gruppe weiter verbreitet war als bisher vermutet. Zu jener Zeit waren die heutigen Erdteile noch im Superkontinent Pangaea vereint.

Von RND/dpa

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