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Welt Sonnen-Samstag bricht einige Wetterrekorde
Mehr Welt Sonnen-Samstag bricht einige Wetterrekorde
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19:12 13.10.2018
Kinder baden im Trepliner See im Landkreis Märkisch-Oderland. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Hiddensee/Rostock

Des einen Freud’, des anderen Leid: Während die Land- und Forstwirtschaft über die Trockenheit klagt, erfreuen sich meisten Menschen der sommerlichen Temperaturen. Am Samstag wurden sogar Rekorde gebrochen. Es war der wärmste 13. Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts, wie der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio auf Hiddensee berichtete. In Schwerin wurden am Samstagnachmittag 26,7 Grad gemessen. Der bisherige Höchstwert für diesen Tag war der des Jahres 1907, als 22,0 Grad erreicht wurden. Die 26,7 Grad stellten auch einen Oktober-Rekord dar. Bislang stand da der 1. Oktober 2011 mit 26,5 Grad.

Auch in Greifswald, Warnemünde oder Boltenhagen wurden die bisherigen Rekorde gebrochen, wie Kreibohm sagte. Dabei war Schwerin nicht einmal der wärmste Ort. In Parchim wurden sogar 28,0 Grad gemessen, nur reichen dort die Temperaturaufzeichnungen nicht soweit zurück wie in der Landeshauptstadt. Aber die Periode mit hohen Temperaturen sei nun vorbei, sagte der Meteorologe. Im Schnitt werde es am Sonntag wohl rund drei Grad kühler.

Das lange schöne Wetter hat für die Land- und Forstwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise gravierende Folgen. „Wir brauchen dringend ausgiebigen Regen“, sagte der Präsident des Bauernverbands Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, der dpa. Nach den wenigen Niederschlägen seien die Neuaussaaten zwar aufgegangen. „Das täuscht aber darüber hinweg, dass der gesamte Unterboden knochentrocken ist.“ Der teils starke und warme Wind sauge die verbliebene Feuchtigkeit aus dem Boden. „Die Pflanzen stehen unter Stress.“ Dazu kämen noch die Schädlinge, die bei den warmen Temperaturen weiter aktiv seien.

In der Rostocker Heide verursacht aktuell der Borkenkäfer Probleme bei den Fichten, wie der Leiter des Stadtforstamts, Jörg Harmuth, sagte. Es fehle das Wasser, um das Harz für die Käferabwehr zu produzieren. Bei den Laubbäumen sei noch nicht absehbar, wie stark sie unter der langen Trockenheit leiden. Dafür müsse das Frühjahr abgewartet werden.

Hoffnungen auf baldigen Regen kann Kreibohm den Land- und Forstwirten nicht machen. „Bis Mitte kommender Woche ist nichts in Sicht.“ Damit setze sich die Entwicklung des vergangenen halben Jahres fort. „Jetzt wird es schon dramatisch“, sagte er beispielsweise mit Blick auf den niedrigen Wasserstand der Seen in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die lange Trockenheit sei als ein Indiz für den Klimawandel zu betrachten, sagte Kreibohm.

Von RND/dpa

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