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18:54 30.07.2018
Sechs Badetote in 24 Stunden: Zwischen Sonntag und Montag starben bundesweit sechs Menschen bei Badeunfällen (Symbolbild). Quelle: dpa
Hannover

Bei der Dauerhitze sehnen sich viele Menschen nach einer Abkühlung – die allerdings kann tödlich sein. Innerhalb von nur 24 Stunden sind mindestens neun Badetote zu beklagen.

Waldenburg (Baden-Württemberg): Ein Sechsjähriger ist nach einem Badeunfall im Hohenlohekreis gestorben. Der Junge war nach dem Unfall in eine Klinik gebracht worden – die Ärzte konnten aber nichts mehr für ihn tun, wie ein Sprecher der Polizei am Montag sagte. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. Der Junge war am Tag zuvor im Neumühlsee bei Waldenburg baden gewesen. Demnach hatten die Eltern am späten Nachmittag gemerkt, dass ihr Sohn fehlte. Mithilfe weiterer Badegäste wurde er nahe eines Geländers gefunden, das Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich trennt. Das Kind wurde wiederbelebt und kam in eine Klinik, wo es schließlich starb.

Hannover (Niedersachsen):
Ein 23-jähriger Mann ist am Sonntagabend im Blauen See in Garbsen untergegangen. Mehrere Badegäste hatten den Unfall bemerkt und konnten den jungen Mann, der Nichtschwimmer war, aus dem Wasser retten. Nach Angaben der Polizei reanimierte der Rettungsdienst den 23-Jährigen, ehe er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Doch dort starb der junge Mann.

Hannover (Niedersachsen): Im Altwarmbüchener See ist am Montagnachmittag ein älterer Mann untergegangen. Mehrere Badegäste retteten ihn aus dem Wasser und reanimierten das Opfer. Laut Polizei hat der Schwimmer aber dennoch nicht überlebt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Joachimsthal (Brandenburg): Ein Rentner ist wohl im Werbellinsee im Landkreis Barnim ertrunken. An einer Badestelle zogen Ersthelfer den 86-Jährigen am Sonntag aus dem Wasser, wie die Polizei am Montag mitteilte. Rettungskräfte versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren. Die Kriminalpolizei geht von einem tödlichen Badeunfall aus. Fremdeinwirkung habe es nicht gegeben, hieß es nach ersten Ermittlungen.

Bruchsal (Baden-Württemberg): Ein Mann ist beim Schwimmen in einem Baggersee im Bruchsaler Stadtteil Untergrombach (Kreis Karlsruhe) ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, war der 29-Jährige vermutlich betrunken, als er am frühen Sonntagabend mit seiner Luftmatratze zum Baden in den See stieg. Familienangehörige entdecken ihn später leblos im Wasser treibend. Rettungstaucher bargen den Mann. Den Aussagen seiner Familie zufolge konnte er nur sehr schlecht schwimmen.

Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein):
Ein 75-Jähriger starb beim Schwimmen in der Ostsee. Nach Auskunft von Gemeindewehrführer Thomas Scharbau hatte ein Stand-up-Paddler den Notfall gemeldet. Kurz nach 11 Uhr war es dann traurige Gewissheit, die Einsatzkräfte konnten nur noch einen Toten bergen.

Leipzig (Sachsen): Bei einem Badeunfall am Sonntagabend am Kulkwitzer See bei Leipzig kam ein 24-Jähriger ums Leben. Der junge Mann war nach Polizeiangaben mit Freunden am See schwimmen. Andere Badegäste entdeckten den jungen Mann gegen 18 Uhr aufgrund in etwa drei Metern Tiefe auf dem Grund des Sees. Ein 43-Jähriger und eine 20-Jährige zogen ihn heraus und leisteten mit weiteren Badegästen erste Hilfe, herbei gerufenen Rettungskräfte konnten den 24-Jährigen am Strand wiederbeleben. Er wurde per Hubschrauber in eine Klinik gebracht, dort verstarb er einige Stunden später.

Rheinheim (Baden-Württemberg): Gegen 14.05 Uhr am Sonntag wurde der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst in Waldshut (Baden-Württemberg) über Notruf gemeldet, dass zwei Männer in den Rhein zum Schwimmen gegangen wären. Nur einer sei wieder raus gekommen und dieser vermisse nun seinen Freund. Der Mann bat einen Passanten, den Notruf zu verständigen. Der 83-jähriger Schwimmer wurde aus dem Polizeihubschrauber heraus treibend auf Schweizer Staatsgebiet gesichtet. Es konnte nur der Tod des Mannes festgestellt werden.

Neu-Ulm (Bayern): Ein 13-Jähriger ist in einem beliebten Badesee in Elchingen (Landkreis Neu-Ulm) ertrunken. Ein Rettungstaucher habe den Jugendlichen leblos im Schützensee gefunden und aus dem Wasser gezogen, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Montag in Kempten mit. Der Bub konnte zwar wiederbelebt werden, starb aber später im Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermittelt nun mit Hilfe der Staatsanwaltschaft Memmingen, wie es zu dem Unglück am Sonntagnachmittag kommen konnte und wie gut der Junge schwimmen konnte.

Von RND/dpa

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