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Welt San Francisco verbietet Pelz-Verkauf
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11:07 21.03.2018
Neben San Francisco haben auch die kalifornischen Städte Berkeley und West Hollywood den Verkauf von Pelzwaren verboten. Quelle: dpa
San Francisco

Die größte US-Stadt engagiert sich für den Tierschutz: Ab dem 1. Januar 2010 tritt in San Francisco ein Verbot in Kraft, das den Verkauf von Pelzwaren im gesamten Stadtgebiet untersagt. Bis zum Jahresbeginn 2020 dürfen Händler ihre Restbestände noch verkaufen, danach ist Schluss. Katy Tang, Mitglied der Stadtregierung, die sich für das Verbot einsetzte, begrüßte die Entscheidung auf Twitter.

Mit dem Verkauf von Pelzwaren werden in San Francisco bisher geschätzte 40 Millionen Dollar pro Jahr umgesetzt. Die Stadt geht dennoch nicht davon aus, dass das Verbot der Wirtschaft in der Stadt in größerem Umfang schaden wird. Nach Einschätzung der örtlichen Handelskammer werden rund 50 Einzelhändler von dem Verbot betroffen sein.

Pelzhändler sehen Geschäft bedroht

Wayne Hsiung, Mitbegründer des Tierschutznetzwerks Direct Action Everywhere, sprach von einer historischen Tat, die nun eine neue Welle von Tierschutzgesetzen in der ganzen Welt auslösen werde.

Der Chef des Unternehmens West Coast Leather, Skip Pas, der in erster Linie Leder-, aber auch Pelzwaren anbietet, sah dagegen sein Geschäft beeinträchtigt. Er hätte sich eine Abstimmung der Bürger der Stadt gewünscht, erklärte er.

Verbot von Tierverkäufen im Einzelhandel

San Francisco hat schon in der Vergangenheit immer wieder sein soziales Gewissen gezeigt, oft auch auf Kosten der Wirtschaft. So verbot der Verwaltungsrat bereits Mentholzigaretten und anderen aromatisierten Tabak. Zu dem Verbot werden die Wähler im Juni befragt. 2016 führte die Stadt eine bezahlte Elternzeit von sechs Wochen ein. Auch Vorführungen mit exotischen Tieren und der Verkauf von Hunden und Katzen im Einzelhandel wurde untersagt.

Der Verkauf von Pelz ist bereits in zwei anderen kalifornischen Städten verboten, die aber deutlich kleiner sind: in West Hollywood und Berkeley.

Von RND/AP

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