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Welt Renten steigen 2019 um mehr als drei Prozent
Mehr Welt Renten steigen 2019 um mehr als drei Prozent
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15:44 05.11.2018
Bis 2032 werden die Renten in Deutschland um 38 Prozent pro Jahr steigen, heißt es im neuen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung. Quelle: dpa
Berlin

Die gesetzlichen Renten in Deutschland werden im kommenden Jahr voraussichtlich erneut um mehr als drei Prozent steigen. Das geht aus dem Entwurf des „Rentenversicherungsberichts 2018“ hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Zum 1. Juli 2019 wird ein Rentenplus von 3,18 Prozent in Westdeutschland sowie von 3,91 Prozent in Ostdeutschland erwartet. Endgültig festgelegt werden soll die Rentenerhöhung für 2019 erst im kommenden Jahr, wenn die Daten zur Lohnentwicklung 2018 vollständig vorliegen.

Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, würde sich demnach um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro. 2018 hatte es bereits ein Rentenplus von 3,22 Prozent in Westdeutschland sowie von 3,37 Prozent in den neuen Ländern gegeben. Im kommenden Jahr wird der Rentenwert in Ostdeutschland um 0,7 Prozentpunkte auf 96,5 Prozent steigen.

„Ab dem kommenden Jahr steigen die Renten bis zum Jahr 2032 um insgesamt rund 38% an. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,5 % pro Jahr“, heißt es in dem Bericht. Bis zum Jahr 2025 will die Bundesregierung ein Absinken des gesetzlichen Rentenniveaus unter 48 Prozent mit dem Rentenpaket, das am Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden soll, verhindern. Danach sinkt das Sicherungsniveau laut Bericht stufenweise über 45,8 Prozent im Jahr 2030 auf 44,9 Prozent im Jahr 2032.

Die Bundesregierung stellt vor diesem Hintergrund erneut die Bedeutung zusätzlicher Vorsorge in den Vordergrund. „Der Rückgang des Sicherungsniveaus vor Steuern macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen“, heißt im Rentenversicherungsbericht. Diese werde in Zukunft nur mit zusätzlicher Vorsorge gelingen. Zentrale Säule der Altersvorsorge werde aber auch weiterhin die gesetzliche Rente bleiben.

Die Rentenfinanzen entwickeln sich im laufenden Jahr positiv. In den ersten drei Quartalen 2018 stiegen die Beitragseinnahmen um rund 4,4 Prozent – und das obwohl der Beitragssatz zu Jahresbeginn um 0,1 Prozentpunkte gesenkt worden war. Die Renten-Rücklage wird nach der neuen Prognose der Bundesregierung zum Jahresende auf 38,0 Milliarden Euro ansteigen. Das entspricht 1,77 Monatsausgaben. Laut Regierungsbericht wird der Renten-Beitragssatz bis zum Jahr 2023 beim aktuellen Wert von 18,6 Prozent stabil bleiben. Für 2024 wird mit einem Anstieg auf 19,9 Prozent gerechnet.

Unterdessen zeigt sich, dass immer mehr Ältere in Deutschland einen Job haben. Der Anteil der Beschäftigten in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen ist im vergangenen Jahr auf um zwei Prozentpunkte auf 58 Prozent gestiegen, heißt es im Rentenversicherungsbericht. Im Jahr 2000 hatte der Anteil der Älteren mit Job noch bei 20 Prozent gelegen.

Im vergangenen Jahr arbeiteten laut Bericht 64 Prozent der 60- bis 64-jährigen Männer sowie 53 Prozent der Frauen. 2017 waren Arbeitnehmer den Angaben zufolge im Schnitt mit 64,1 Jahren in Rente gegangen. 2000 hatte das tatsächliche Renteneintrittsalter noch bei 62,3 Jahren gelegen.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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