Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Niedersächsische AKW nach Piloten-Tippfehler geräumt
Mehr Welt Niedersächsische AKW nach Piloten-Tippfehler geräumt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:25 22.02.2018
Das Atomkraftwerk Grohnde. Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

 Die drei Atomkraftwerke in Niedersachsen sind nach einem Tippfehler in einer Lufthansa-Maschine am Montag alarmiert worden. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen wurden in Lingen 150 Mitarbeiter und in Grohnde 300 Angestellte aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Auch das stillgelegte Kraftwerk Unterweser war betroffen, wie das niedersächsische Umweltministerium am Dienstag mitteilte.  

Durch eine fehlerhafte Eingabe habe der Lufthansa-Pilot am Montag einen sogenannten „Renegade“-Fall ausgelöst, sagte eine Ministeriumssprecherin. Dabei handelt es sich um Situationen, in denen möglicherweise ein Luftfahrzeug aus terroristischen oder anderen Motiven als Waffe verwendet werden könnte. In solchen Fällen erhalten nach Angaben des Ministeriums alle deutschen Atomkraftwerke einen Voralarm.  Nach NDR-Angaben stieg eine Alarmrotte der Luftwaffe vom Stützpunkt Wittmund auf und näherte sich der vermeintlich entführten Maschine.

 Nach Angaben der Bundespolizei konnte der Pilot aufgrund eines technischen Problems zwar an die Mitarbeiter der Flugverkehrskontrolle senden, diese aber im Gegenzug nicht empfangen. Zur Meldung dieses Problems war die Eingabe eines Codes nötig, den er aus Versehen falsch eingegeben habe. Die Führungsstäbe von Landespolizei, Bundespolizei und Bundeswehr seien informiert worden und hätten sich sehr schnell abgestimmt. 

AKW-Räumungen sind äußerst selten

 Der Pilot habe seinen Fehler bemerkt und später den richtigen Code eingegeben. Nach rund 20 Minuten sei die Alarmsituation wieder heruntergefahren worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Lufthansa-Maschine war im schottischen Aberdeen gestartet und sei zwar verspätet, aber sicher und normal in Frankfurt gelandet.

Bereits vor gut einem Jahr hatte es einen ähnlichen Fall gegeben. Weil der Funkkontakt zu einem indischen Flugzeug im März 2017 abgebrochen war, wurden vorsichtshalber sechs deutsche Atomkraftwerke geräumt – darunter Grohnde, Lingen und Unterweser. In den AKW blieben nur Notbesetzungen. Abfangjäger stiegen auf, es gab aber schnell Entwarnung. 

„Renegade“-Fälle kommen rund 20-mal pro Jahr vor, oft steigen Abfangjäger auf, meistens gibt es sehr schnell Entwarnung. Eher selten ist, dass Atomkraftwerke evakuiert werden.

Von dpa/frs

Welt Strafbefehle nach Tierversuchen - Hirnforscher sollen Affen misshandelt haben

Weil sie drei Affen Leiden hinzugefügt haben sollen, hat das Amtsgericht Strafbefehle gegen drei Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts in Tübingen erlassen. Ein Tierpfleger hatte die Affenversuche und die Haltung der Tiere zuvor gefilmt.

22.02.2018

Die ARD wird bis 2020 Überschüsse in Höhe von 500 Millionen Euro verzeichnen. Das hat die Gebührenkommission KEF errechnet. Sie fordert mehr Sparwillen. Der Rundfunkbeitrag bleibt bis 2020 bei 17,50 Euro stabil. Für die Zeit danach aber macht die ARD schon mal Stimmung: Sie will mehr Geld.

22.02.2018

Knapp eine halbe Million SPD-Mitglieder können derzeit über den Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU abstimmen. Doch wer entscheidet da eigentlich über die Zukunft des Landes? Die SPD-Mitglieder in Zahlen.

22.02.2018