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Welt So erklärt die Luftwaffe die Probleme an Bord von Merkels Maschine
Mehr Welt So erklärt die Luftwaffe die Probleme an Bord von Merkels Maschine
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10:46 30.11.2018
Der Kanzlerinnen-Airbus auf dem Flughafen Köln/Bonn: Die Luftwaffe schließt einen kriminellen Hintergrund für die Probleme mit der Maschine aus. Quelle: dpa
Berlin

Die Luftwaffe geht von einem rein technischen Problem aus, das den Piloten der Kanzlerinnen-Maschine zum Umkehren zwang. „Es gibt nicht den kleinsten Anhaltspunkt für einen kriminellen Hintergrund. Uns ist wichtig, dieses Gerücht aus der Welt zu schaffen“, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Kommandos Luftwaffe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Für uns steht in solchen Fällen die Sicherheit der Fluggäste absolut im Vordergrund.“

Bei der Bundeswehr kann man sich an einen so gravierendes Problem mit dem Regierungsflieger A340 „Konrad Adenauer“ nicht erinnern. An Bord sei eine „elektronische Verteilerbox“ ausgefallen. „Die Techniker suchen mit Priorität 1 nach der genauen Ursache“, so der Sprecher.

„Satellitenfunk funktionierte noch“

An der Verteilerbox hängt unter anderem neben der Steuerung für den Funkverkehr auch der Notfallmechanismus zum Ablassen von Sprit. Das kann notwendig sein, um das Gewicht der Maschine vor einer ungeplanten, vorzeitigen Landung zu reduzieren. Die Störung war im Luftraum der Niederlande bemerkt worden. Das System für den Satellitenfunk habe jedoch weiterhin funktioniert.

Das Standardverfahren in solchen Fällen sei entweder „(A) Weiterflug zum Zielflughafen oder B Rückkehr zum Startflughafen“, so der Sprecher. Beide Optionen seien nicht möglich gewesen. Der Pilot der Maschine habe daher über Satellitenfunk Kontakt mit dem Flughafen Köln/Bonn aufgenommen. Einen anderen Airport in Deutschland anzusteuern, etwa Frankfurt oder Düsseldorf, stand offenbar nicht in Rede. „Unsere Piloten kennen die Bedingungen in Köln extrem gut“, so der Sprecher weiter.

„Extreme Belastung“

Die Landung mit einem für einen 15-Stunden-Flug vollgetankten Airbus ist ein heikles Manöver. „Es ist eine extreme Belastung für das Bremssystem. Dies war der Grund dafür, dass die Passagiere zunächst noch an Bord bleiben mussten. Es ging darum auszuschließen, dass es zu einer Gefährdung durch Brandentwicklung kommt“, so der Sprecher.

Auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires musste der Regierungsflieger mit Angela Merkel an Bord umkehren. Der Grund war eine technische Panne. Das wirbelt auch den Zeitplan der Bundeskanzlerin durcheinander.

Beim Start des Kanzlerinnen-Jets am Abend in Berlin-Tegel stand dort noch eine Ersatzmaschine bereit, die „Theodor Heuss“, ebenfalls ein A340. Nachdem Merkel mit ihrer Delegation gestartet war, flog die zweite Maschine nach Köln-Bonn. Sie hätte dort theoretisch auch den Kanzlerinnen-Tross aufnehmen können. Nur: „Es gab keine zweite Crew“, räumt der Luftwaffen-Sprecher ein. Die an Bord der „Konrad Adenauer“ hätte, da sie ja schon einmal gestartet war, die maximal zulässige Flugdienstzeit von 18 Stunden überschritten.

Lesen Sie auch: Panne an Regierungsflieger – Merkel kommt zu spät zu G20-Gipfel.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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