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Welt Radiosender rettet Wunschzettel-Aktion für Kinder
Mehr Welt Radiosender rettet Wunschzettel-Aktion für Kinder
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14:20 22.11.2018
Wunschzettel im Postamt Himmelsthür: Eine weihnachtliche Aktion für Kinder im fränkischen Roth wäre in diesem Jahr beinahe ausgefallen. Quelle: Ole Spata/dpa
Roth

Einmal Feuerwehrmann sein! Wünsche wie diesen können Kinder im fränkischen Roth seit Jahren auf einen Zettel schreiben und an den Weihnachtsbaum auf dem Christkindlesmarkt hängen oder in eine Truhe werfen. Mit Partnern erfüllt die Stadt dann viele Wünsche.

Mit Verweis auf neue Datenschutz-Regeln sagte die Kommune die Aktion in diesem Jahr jedoch ab. Der Radiosender Antenne Bayern entwarf daraufhin kurzerhand einen neuen Wunschzettel - und rettete die weihnachtliche Tradition.

„Das alte Formular war nicht mehr datenschutzkonform“, erklärte eine Sendersprecherin am Donnerstag. Auf dem alten Wunschzettel habe der Hinweis gefehlt, dass die Kontaktdaten der Familien an Dritte - wie etwa Sponsoren, die die Wünsche dann erfüllen - weitergegeben werden.

Antenne Bayern erstellte neues Formular für Wünsche der Kinder

Hilfe erhielten die Rother dann aber von einem Privatsender, der der Stadt nach Rücksprache mit einem Experten ein schlichtes Formular für eine Einverständniserklärung der Eltern zur Verfügung stellte. Die enthält einen entsprechenden Vermerk. Die Rother Kinder können sich nun also doch auf kleinen gelben Zetteln etwa wünschen, einmal in einem Feuerwehrauto mitzufahren.

3000 bis 4000 Wünsche kommen nach Angaben der Stadt alljährlich zusammen, darunter waren schon Freibadbesuche, ein Tag mit dem Bürgermeister oder bei der Polizei. „Wir freuen uns, dass wir die Aktion retten konnten und Kinderaugen wieder zum Strahlen bringen können“, sagte die Antenne-Sprecherin.

Auch die Stadt in Mittelfranken zeigt sich erfreut darüber, dass Antenne Bayern den Ausfall nicht hinnehmen wollte. „Deshalb gibt es nun für alle Kinder den Wunschzettel ans Christkind zum Ausdrucken. Garantiert datenschutzkonform und ohne Probleme“, heißt es auf der Homepage.

Kommune in Bayern hatte Wunschzettel-Aktion zunächst abgesagt

Mit Verweis auf die im Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung der EU hatte die Kommune vor gut einer Woche mitgeteilt, dass die beliebte Wunschzettel-Aktion in diesem Jahr ausfallen müsse. Melanie Hanker, Veranstaltungskauffrau bei der Stadt, hatte erklärt, „wir wollen Kinder glücklich machen und sie nicht komplizierte Formulare ausfüllen lassen“. Mit einer Datenschutzvereinbarung „hätten die Wunschzettel DIN A-4-Größe bekommen“. Man arbeite aber an einer „praktikablen Lösung für die Zukunft“. Infrage kämen Gutscheine, die auf bestimmte Nummern hinterlegt sind. „Wir haben in den vergangenen Tagen von überall her gute Vorschläge erhalten“, sagte Hanker. Für eine Alternative bis zum diesjährigen Christkindlmarkt, der am Donnerstag beginnt, sei die Zeit aber zu knapp, hieß es vor einer Woche.

EU-Kommission: Datenschutz verbietet keine Wunschzettel

Die Vertretung der Europäischen Kommission in München betonte, die neuen Regeln zum Datenschutz verböten „in keiner Weise Wunschzettel-Aktionen zu Weihnachten“. Wenn die Eltern zustimmten, dürften die Kontaktdaten der Familie aufgenommen werden. In einer Mitteilung hieß es: „Das sind die Regeln, die schon seit 20 Jahren gelten. Die Datenschutzgrundverordnung hat daran nichts geändert.“

Von RND/epd/dpa/df

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