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Welt Messerattacke in Schule: Das sagt das Opfer
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15:05 05.09.2018
Der 19-jährige Angeklagte beim Prozessbeginn am Braunschweiger Landgericht Ende August. Quelle: dpa
Braunschweig/Goslar

Im Prozess wegen versuchten Mordes in einer Schule in Goslar hat die Ex-Freundin des Angeklagten ihre Erinnerungen an den Tattag vor Gericht geschildert. In der Pause sei der Beschuldigte plötzlich auf sie zugekommen, habe ihre Hand gegriffen und angefangen, auf sie einzustechen, berichtete die 19-Jährige am Mittwoch vor dem Landgericht Braunschweig. An viele weitere Details, etwa wie der Angriff endete, konnte sie sich nicht erinnern.

Rache soll das Motiv gewesen sein

Dem jungen Mann wird vorgeworfen, am 19. Februar 2018 im Berufsschulzentrum Goslar-Baßgeige seine damals 18 Jahre alte Ex-Freundin heimtückisch niedergestochen und sie dabei lebensgefährlich verletzt zu haben. Nachdem die Schülerin verletzt worden war, versuchte die junge Frau zu flüchten. Der Täter holte sie ein und stach noch mehrmals zu.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft handelte der junge Deutsche aus Rache. Konkreter Anlass seien von der jungen Frau kurz vor der Tat im Internet veröffentlichte Fotos gewesen, die den Angeklagten gekränkt hätten. Die Ex-Freundin wurde notoperiert und konnte nach etwa einer Woche das Krankenhaus verlassen.

Doch keine Erklärung des Angeklagten

Für den Prozesstag war eine Erklärung des Beschuldigten angekündigt, doch die blieb ohne Angabe von Gründen am Mittwoch aus. Der Verteidiger kündigte aber an, dass es die Einlassung seines Mandanten zu einem späteren Zeitpunkt des Verfahrens geben werde.

In ihrer Vernehmung als Zeugin berichtete die Schülerin von einer kurzen, aber eigentlich guten Beziehung. Nach der aus ihrer Sicht einvernehmlichen Trennung habe der Angeklagte weiter mit ihr befreundet bleiben wollen und sich später eine erneute Beziehung gewünscht. Was genau die Situation derart eskalieren ließ, blieb bei der Befragung offen. Die 19-Jährige, die als Nebenklägerin in dem Prozess auftritt, konnte sich an viele Details zur Vorgeschichte nicht genau erinnern. Auch bei der Tat selbst sei alles viel zu schnell abgelaufen.

Außenansicht der Berufsbildende Schulen Goslar-Baßgeige. Quelle: dpa

Laut Anklage hatte soll der Ex-Freund vor der Attacke in der Wohnung seiner Mutter zwei Küchenmesser eingesteckt haben. Am frühen Vormittag verließ er demnach seinen Klassenraum, näherte sich schnellen Schrittes in einem Flur der jungen Frau und stach auf sie ein. Der 19-Jährige ließ sich im Schulgebäude widerstandslos festnehmen. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Bei ihm kommt eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht in Betracht.

Insgesamt sind für den Prozess sechs Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte am Dienstag, 9. Oktober gesprochen werden.

Von dpa/RND

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