Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt „Das Tanzverbot endlich streichen“
Mehr Welt „Das Tanzverbot endlich streichen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:38 31.03.2018
Kleiner Protest in Frankfurt: Zur Musik aus mitgebrachten MP3-Playern tanzen junge Leute am Karfreitag (22.04.2011) bei einer "Flasmob"-Aktion auf dem Römerberg. Quelle: dpa
Hannover

Bei der anstehenden Überarbeitung des niedersächsischen Feiertagsgesetzes sollte es zu einer Streichung des Tanzverbotes von Gründonnerstag bis Karsamstag kommen. Das fordern Vertreter von FDP und Grünen im Landtag als auch die Humanistische Union. „Das Tanzverbot an diesen Tagen ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß und sollte jetzt endlich abgeschafft werden“, sagte der kultuspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling der HAZ. Die Entscheidung über einen zusätzlichen Feiertag und eine Änderung des Feiertagsegesetzes biete eine gute Gelegenheit, dieses Thema im Landtag anzusprechen: „Es wird niemand in seiner Religionsausübung beschnitten, wenn andere Leute in irgendwelchen Clubs feiern“, sagte Försterling. Auch die Grünen-Abgeordnete Julia Willie Hamburg fordert eine Reform. „Es wird Zeit, dass wir das Tanzverbot ändern – es hat sich schlicht überlebt.“ Die Jugendorganisationen der Parteien fordern dies schon seit langem, wie Jakob Blankenburg, Chef der niedersächsischen Jungsozialisten gegenüber der HAZ betont: „In einer modernen Gesellschaft begeht jeder seinen Feiertag, wie er das möchte“, sagte Blankenburg. Die Zeiten, in denen Christen das Gros der Gesellschaft stellten, sei vorbei.

So argumentiert auch Johann-Albrecht Haupt von der Humanistischen Union. Man sollte die entsprechenden Verbote im Feiertagsgesetz streichen. Es sei „den nicht-religiösen, vermutlich auch vielen relgionsangehörigen Bürgerinnen und Bürgerinnen nicht vermittelbar, warum selbst Veranstaltungen und Versammlungen, welche Gottesdienste und religiöse Feiern nicht stören“ an Sonntagen und anderen religiösen Feiertagen verboten oder zulassungspflichtig seien. Dazu rechnet Haupt auch das 67-stündige Tanzverbot an den Tagen bis Karsamstag.

Von Michael B. Berger

Der Job ist erledigt, der Auftraggeber zufrieden. Und trotzdem kommen Zweifel auf und nagen unerbittlich am Selbstbewusstsein. „Wer sich im Job nicht selbst ausbremsen will, sollte seine negativen Prophezeiungen regelmäßig einem kritischen Realitätscheck unterziehen“, rät die freiberufliche Texterin Nadine Nentwig. Wie das funktioniert, erklärt sie hier...

28.03.2018

Ein Friedhofsgärtner soll verantwortlich für die sogenannten Göhrde-Morde sein. Die Polizei will deshalb nun das ehemalige Haus des mutmaßlichen Serienmörders durchsuchen.

31.03.2018

Der gewaltsame Tod einer Kunsthistorikerin im Berliner Tiergarten hat bundesweit Entsetzen ausgelöst - und eine erneute Debatte bewirkt über den Umgang mit Kriminellen, die eigentlich ausreisen müssten. Knapp sieben Monate später begann jetzt der Prozess.

28.03.2018