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Politik Zehntausende bei Gedenkfeier für Srebrenica-Völkermord
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13:47 11.07.2010
Eine bosnische Muslimin betet an einem Sarg der 775 erst jetzt identifizierten Opfer von 1995. Quelle: ap

Spitzenpolitiker aus der Region und aus Europa gaben den 775 erst jetzt identifizierten Opfern die letzte Ehre, die auf dem Gedenkfriedhof in Potocari vor den Toren Srebrenicas beigesetzt werden sollten. Damit sind dort gut 4 500 Opfer dieses größten Kriegsverbrechens in Europa seit 1945 bestattet.

Bei glühender Hitze eröffnete ein Jugendchor mit dem Oratorium „Srebrenica-Inferno“ die Gedenkfeier. Unter den ausländischen Gästen waren für die EU-Ratspräsidentschaft der belgische Regierungschef Yves Leterme, der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und der französische Außenminister Bernard Kouchner. Für die EU erklärten die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und Erweiterungskommissar Stefan Füle in Brüssel: „Srebrenica ist heute ein stilles Mahnmal dafür, was niemals hätte geschehen dürfen und niemals wieder geschehen darf“.

Die Teilnahme des serbischen Präsidenten Boris Tadic an der Gedenkveranstaltung stieß auf Kritik. Opferorganisationen erklärten, Serbien halte den Hauptverantwortlichen für das Srebrenica-Massaker, den Militärführer der bosnischen Serben Ratko Mladic, immer noch versteckt. Tadic begründete sein Kommen damit, er wolle zur Versöhnung der Völker beitragen. Transparente mit der Aufschrift „Serbien=Völkermord“ waren von den Behörden entfernt worden. Stattdessen gab es ein schwarzes Band mit der weißen Aufschrift „Dass wir den Völkermord nie vergessen!“.

dpa

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