Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Westerwelle hält Lösung für Zypernfrage für möglich
Mehr Welt Politik Westerwelle hält Lösung für Zypernfrage für möglich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:57 23.07.2010
Bundesaußenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle (links) mit Zyperns Amtskollegen Marcos Kyprianou. Quelle: ap

Deutschland unterstütze den Prozess zur Wiedervereinigung Zyperns vehement, sagte der Minister nach Angaben der zyprischen Nachrichtenagentur CNA nach einem Treffen mit dem Außenminister Markos Kyprianou in der Hauptstadt Nikosia am Freitagmorgen.

„Wir Deutsche wissen, wie es ist, in einem geteilten Land zu leben. Wir wünschen, dass Sie das erleben, was wir vor 20 Jahren erlebt haben“, sagte der Außenminister.

Westerwelle betonte, der jüngste Beschluss des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit des Kosovo habe nichts mit anderen Gebieten der Welt zu tun. Zypern erkennt Kosovo nicht an und befürchtet, dass der abtrünnige türkisch-zyprische Norden international anerkannt werden könnte.

Bislang wird der Norden der Insel nur von der Türkei anerkannt. Anschließend traf sich Westerwelle mit dem zyprischen Präsidenten Dimitris Christofias. Westerwelle besuchte danach die Trennungslinie zwischen dem türkisch-zyprischen Norden und dem griechisch-zyprischen Süden der Insel an der zentralen Ledra-Straße im Zentrum der letzten getrennten Hauptstadt der Welt Nikosia, wie das zyprische Fernsehen zeigte.

Die jüngsten Verhandlungen zur Lösung der Zypernfrage kommen nur schleppend voran. Die Mittelmeerinsel ist seit 2004 Mitglied der EU. Das gilt aber nur für den griechisch-zyprischen Teil. Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt.

dpa

Unternehmen, in denen es nur männliche Chefs gibt, behandeln Frauen nicht automatisch schlechter. Das entschied am Donnerstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt zum Diskriminierungsstreit bei der Gema.

23.07.2010

Das nationale Stipendienprogramm soll eine neue Kultur der Studienförderung begründen, doch der Wandel braucht viel Zeit.

Heinrich Thies 22.07.2010

Der Internationale Gerichtshof hat am Donnerstag mit 10 zu 4 Stimmen erklärt, dass die Loslösung der ehemaligen Provinz Serbiens durch die Unabhängigkeitserklärung des kosovarischen Parlaments am 17. Februar 2008 „das internationale Recht nicht verletzt hat“.

22.07.2010