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Politik Weitgehend friedlicher Mai-Auftakt in Berlin
Mehr Welt Politik Weitgehend friedlicher Mai-Auftakt in Berlin
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19:33 30.04.2011
Anhänger der linken Szene haben in Berlin gegen Mieterhöhungen und die Räumung besetzter Häuser demonstriert. Quelle: dpa

Auf einem Hausdach an der Kastanienallee wurde ein Feuerwerk gezündet, als die Demonstranten unter dem Motto „Wir bleiben alle“ vorbeizogen. Einige Teilnehmer lieferten sich eine Rangelei mit einem Passanten, der den Aufzug fotografierte. Gut 100 Demonstranten waren völlig in Schwarz gekleidet. Zu einer größeren Zahl Festnahmen kam es nicht.

Zu Beginn des Aufzuges wurden drei Demonstranten vorübergehend festgenommen, um ihre Personalien festzustellen. Die Polizei hatte am Samstag rund 3000 Mann im Einsatz, um Auseinandersetzungen zu vermeiden. Bis zum Abend waren auch alle Feiern friedlich geblieben.

Am Mauerpark auf der Grenze zwischen den Stadtteilen Wedding und Prenzlauer Berg, wo am Abend wieder die traditionelle Walpurgis-Feier stattfinden sollte, hatten bereits am Nachmittag zahlreiche Polizisten Stellung bezogen. Zusätzliche Scheinwerfer und Absperrgitter standen bereit. Am frühen Abend feierten dort nach Polizeiangaben 800 bis 900 Leute.

Am Wismarplatz im Stadtteil Friedrichshaim hatten sich gegen Abend etwa 450 Menschen zu einem Straßenfest mit Konzert versammelt. Am benachbarten Boxhagener Platz hatte es in den zurückliegenden Jahren zum Teil heftige Krawalle gegeben. Im vergangenen Jahr war es allerding relativ ruhig geblieben.

Die Route der Linken-Demo führte vom Rosenthaler Platz zum U-Bahnhof Eberswalder Straße an der Schönhauser Allee. Unterwegs schlossen sich dem Zug immer mehr Demonstranten an. Anfangs sprach die Polizei von etwa 450 Menschen. An der Eberswalder Straße löste sich der Zug relativ schnell auf. Sie ist die erste einer ganzen Reihe von Aufzügen in Berlin an diesem Wochenende.

„Die Stadt als Beute?“, stand auf einem großen Transparent, auf einem anderen „Kapitalismus abschaffen“. In Seitenstraßen rund um den Kollwitzplatz und den Senefelder Platz hatte die Polizei Wasserwerfer in Stellung gebracht, um eventuelle Ausschreitungen zu verhindern.

Anders als in vielen Jahren zuvor hatte Berlin im vergangenen Jahr eine insgesamt relativ friedliche Walpurgisnacht erlebt. Mit Gewaltausbrüchen wird allerdings spätestens am Abend des 1. Mai in Kreuzberg oder Neukölln gerechnet.

In der Nacht zum Samstag hatte es vereinzelte Farbbeutel- und Steinwürfe in der Hauptstadt gegeben. Auch eine Feier im Mauerpark verlief ohne größere Zwischenfälle. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage wurde eine Filiale der Arbeitsagentur attackiert. Drei Täter warfen Farbbeutel gegen das Jobcenter an der Weddinger Müllerstraße. In der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße wurden gegen Mitternacht die Reifen eines Kleinwagens angezündet. Wenige Stunden zuvor war im Stadtteil Oberschöneweide die Heckscheibe eines Telekom-Autos mit einem Pflasterstein eingeworfen worden.

Auch im Mauerpark, wo sich bis zu 3000 Menschen versammelt hatten, musste die Polizei nur vereinzelt eingreifen. Insgesamt erteilten die Beamten 70 Platzverweise, nachdem immer wieder Lagerfeuer und Feuerwerkskörper entzündet wurden. Vor einigen Jahren war der Mauerpark oftmals der Startpunkt für die traditionellen Maikrawalle.

dpa

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