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Politik „Typisch Trump. Er neigt zu Übertreibungen.“
Mehr Welt Politik „Typisch Trump. Er neigt zu Übertreibungen.“
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10:15 09.08.2017
Er ist Trumps härtester Kritiker aus den eigenen Reihen: US-Senator John McCain. Quelle: AP
Washington

Die politischen Eliten in Washington distanzieren sich von Trumps Drohungen an Nordkorea. Auch aus den eigenen Reihen bekommt der US-Präsident Gegenwind, nachdem er gedroht hatte, den Provokationen aus Pjöngjang „mit Feuer, Wut und Macht“ zu begegnen.

„Typisch Trump. Er neigt zu Übertreibungen“

Der republikanische US-Senator John McCain sagt, es sei unwahrscheinlich, dass der Präsident in der Lage sein werde, seinen Worten Taten folgen zu lassen. „Die großen Führer, die ich kenne, sprechen keine Drohungen aus, solange sie nicht zum Handeln bereit sind. Und ich bin nicht sicher, dass Präsident Trump zum Handeln bereit ist“, sagte McCain dem US-Radiosender KTAR. Zugleich warnte er davor, die Äußerung des Präsidenten allzu ernst zu nehmen: „Das ist typisch Trump. Er neigt zu Übertreibungen.“

Auch die Demokraten verurteilten Trumps Äußerungen als „bombastisch“ und „gestört“. „Gegenüber Nordkorea müssen wir hart und mit Bedacht vorgehen“, sagte Senator Chuck Schumer in einer Stellungnahme. „Unbesonnene Rhetorik ist keine gute Strategie, um die Sicherheit Amerikas zu gewährleisten.“

„Bombastisch“ und „gestört“

Ähnlich kommentierte laut CNN auch Senatorin Dianne Feinstein die Lage. „Präsident Trump trägt mit seinen bombastischen Äußerungen nicht zur Entspannung der Lage bei“, sagte die Senatorin demnach in einer Stellungnahme.

Der Demokrat Eliot Engel, Mitglied im Außenausschuss des Repräsentantenhauses, sagte laut CNN, Trump verspiele die Glaubwürdigkeit der USA mit seiner unangemessenen Reaktion. „Machen wir uns nichts vor: Nordkorea ist eine reale Bedrohung. Aber die gestörte Reaktion des Präsidenten deutet an, dass er in Erwägung zieht, als Antwort auf die böse Bemerkung eines nordkoreanischen Despoten amerikanische Atomwaffen einzusetzen.“

„Wutgeschrei“ wie aus Nordkorea

Der ranghöchste Demokrat im Außenausschuss des Senats, Ben Cardin, verglich Trumps Worte gar mit der Rhetorik aus Pjöngjang: „Wir sollten nicht in dasselbe Wutgeschrei und dieselben Provokationen über einen Atomkrieg einstimmen wie Nordkorea.“

Von RND/dpa