Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Trump rudert zurück: IS nur „weitgehend besiegt“
Mehr Welt Politik Trump rudert zurück: IS nur „weitgehend besiegt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:53 23.12.2018
Der IS sei „weitgehend besiegt“, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Quelle: Evan Vucci/AP/dpa
Washington

Nach heftiger Kritik am geplanten Abzug der US-Truppen aus Syrien hat US-Präsident Donald Trump seine Wortwahl mit Blick auf die Terrororganisation IS in dem Bürgerkriegsland geändert. Der IS sei „weitgehend besiegt“, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Andere Länder in der Region, darunter die Türkei, könnten nun problemlos mit dem fertig werden, was noch von der Terrororganisation übrig sei.

Zuvor hatte Trump erklärt, der IS sei in Syrien komplett besiegt - die amerikanischen Soldaten könnten daher abgezogen werden. Trumps Entscheidung vom Mittwoch, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien heimzuholen, war national wie international auf Unverständnis gestoßen und hatte große Irritationen ausgelöst. Trump soll den Beschluss gegen den Rat wichtiger Kabinettsmitglieder gefasst haben. Experten mahnen, der IS sei keineswegs komplett besiegt, und ein Abzug habe fatale Folgen.

Verteidigungsminister Mattis zurückgetreten

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten mit Trump in dieser wie auch in anderen Fragen am Donnerstag seinen Rücktritt angekündigt. Wie mehrere US-Medien am Samstag übereinstimmend berichteten, erklärte auch der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, wegen der Differenzen in der Syrien-Frage seinen vorzeitigen Rückzug. Regulär wäre er im Februar ausgeschieden. Das US-Außenministerium war wegen des teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte in den USA nicht für eine Stellungnahme zu der Personalie zu erreichen.

Auf Twitter reagierte Trump mit Spott auf den angekündigten Rückzug McGurks. Er kenne den Sonderbeauftragten, der 2015 von Präsident Obama ernannt worden sei, nicht, schreibt Trump. Über dessen regulären Rückzug im Februar twittert Trump weiter: „Ein Prahlhans? Die ,Fake News’ machen so eine große Sache aus diesem Nicht-Event!“

Lesen Sie zum Rücktritt des US-Verteidigungsministers Mattis auch: Wer passt jetzt auf Donald Trump auf?

Bericht: Trump fasste Beschluss nach Telefonat mit Erdogan

Die „Washington Post“ berichtete, Trump habe seinen Beschluss zum Truppenabzug aus Syrien, mit dem er schon länger geliebäugelt hatte, bei einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor gut einer Woche gefasst. Erdogan habe sein Unverständnis über das fortdauernde US-Engagement in Syrien geäußert, daraufhin habe Trump gesagt, die USA zögen sich zurück.

Die Türkei beklagte sich vor allem über die US-Kooperation mit der Kurdenmiliz YPG in Syrien. Die Türkei sieht in ihr einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie deshalb.

Von RND/dpa/jw

Wenige Tage vor Weihnachten haben die „Gelbwesten“-Proteste in Frankreich weniger Zulauf. Landesweit wurden etwas mehr als 40.000 Demonstranten gezählt. In Paris und in den Regionen bleiben die Sicherheitskräfte wachsam. Es gibt viele Festnahmen.

23.12.2018

Eigentlich sollten es besinnliche Tage sein, doch kurz vor Weihnachten geht es in den USA besonders ungemütlich zu: Ein politischer Streit legt die Regierungsgeschäfte teilweise lahm. Und ein schnelles Ende ist nicht in Sicht.

23.12.2018

Der rechte Flügel innerhalb der AfD fühlt sich ausgegrenzt. Einer ihrer prominentesten Wortführer droht deshalb mit einer neuen Partei. Die Nervosität hat einen bestimmten Grund.

23.12.2018