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Politik Trump: Presse verschweigt Terroranschläge
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22:10 06.02.2017
US-Präsident Donald Trump hat den Medien unterstellt, in der Berichterstattung über Terrorismus bewusst Vorfälle zu verschweigen. Quelle: AP
Tampa

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begehe weltweit „Völkermord“, sagte Trump am Montag in einer Rede vor Vertretern des US-Militärs in Tampa (Florida). Er unterstellte den Medien, in der Berichterstattung über Terrorismus bewusst Vorfälle zu verschweigen. „Ihr habt gesehen, was in Paris und Nizza passiert ist. Überall in Europa passiert es. Es ist ein Punkt erreicht, an dem gar nicht mehr darüber berichtet wird. Und in vielen Fällen will die sehr, sehr verlogene Presse gar nicht mehr darüber berichten. Sie haben ihre Gründe, und ihr versteht das.“

Trump hielt die Rede während eines Besuchs des Zentralkommandos. Das Kommandozentrum überwacht die Militäreinsätze im Nahen Osten und in Zentralasien, wozu auch der Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zählt.

Trump wirft der „New York Times“ frei erfundene Geschichten vor

US-Präsident Donald Trump hat der Zeitung „New York Times“ vorgeworfen, Berichte über ihn frei zu erfinden. Die Zeitung habe es zwei Jahre lang nicht geschnallt, schrieb Trump am Montag auf Twitter. „Und jetzt erfinden sie Geschichten und Quellen“, fügte er hinzu. „Die gescheiterte New York Times schreibt in Bezug auf mich totale Fiktion.“

Trump bezog sich offenbar auf einen Artikel in der Zeitung, in dem zahlreiche Details über Arbeitsabläufe und das tägliche Leben im Weißen Haus in den ersten beiden Wochen von Trumps Präsidentschaft aufgelistet sind. In dem Beitrag heißt es zudem, das Weiße Haus stehe vor einer Änderung bei den internen Abläufen. Trump solle künftig früher in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Von der Absicht, den umstrittenen Rechtsaußen Stephen Bannon in den Nationalen Sicherheitsrat aufzunehmen, soll er erst kurz vor seiner Unterschrift erfahren haben.

„Die New York Times“ gilt als eines der qualitativ hochwertigsten Blätter der Welt. Die Journalisten der Zeitung gewannen 117 Pulitzer-Preise.

Schlechte Umfragewerte bezeichnet Trump als „Fake News“

Die Umfragen mehrerer renommierter Meinungsforschungsinstitute, die Trump zu Beginn seiner Präsidentschaft die schlechtesten Umfragewerte seit Beginn der Meinungsforschung attestieren, bezeichnete der US-Präsidnet via Twitter als „Fake News“.

Ende der vergangenen Woche hatte Trump die schlechtesten Umfragewerte, die je bei einem US-Präsidenten zu diesem Zeitpunkt der Amtszeit gemessen wurden. Einer Umfrage im Auftrag des Senders CBS zufolge kommt Trump derzeit auf eine Zustimmungsrate von 40 Prozent.

Der Sender CNN ermittelte 44 Prozent, beim Meinungsforschungsinstitut Gallup kam Trump auf 43 Prozent. Der 70-Jährige sei der erste Präsident in der Geschichte mit negativen Zustimmungswerten zu diesem Zeitpunkt, kommentierten US-Medien.

Das konservative Institut Rasmussen ermittelte für den Politnovizen eine Zustimmung von 54 Prozent. Doch auch dies ist schlechter als bei seinen Vorgängern. Barack Obama lag bei Rasmussen am 3. Februar 2009 bei einer Zustimmungsrate von 61 Prozent.

Von dpa/RND