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Politik „Ignorieren Sie den Täter“: Vier Tipps gegen islamfeindliche Angriffe
Mehr Welt Politik „Ignorieren Sie den Täter“: Vier Tipps gegen islamfeindliche Angriffe
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10:12 16.03.2019
Was tun, wenn man einen islamfeindlichen Angriff beobachtet? Quelle: Marie-Shirine Yener / @itsmaeril
Hannover

In Neuseeland hat ein Attentäter in zwei Moscheen mindestens 49 Muslime getötet, darunter auch Kinder. Der Terror-Akt wirft ein Schlaglicht auf den alltäglichen Hass gegen Muslime, wie es ihn auch in Deutschland zu beobachten gibt. Die junge französische Illustratorin Marie-Shirine Yener hat schon vor zwei Jahren einen kleinen Comic mit vier Tipps veröffentlicht, der Passanten dabei helfen soll, etwas gegen muslimfeindliche Belästigungen zu unternehmen.

Tipp 1: „Ignorieren Sie den Angreifer“: Yener meint damit, dass sich Passanten vor allem um das Opfer kümmern sollten. Am besten solle man eine entspannte Konversation beginnen und dabei ruhig wirken.

Tipp 2: „Suchen Sie ein zufälliges Thema“: In dem Gespräch mit dem Opfer solle es um ein ganz gewöhnliches Thema gehen, vielleicht um das Wetter oder einen aktuellen Kinofilm. So könnte sich der Angreifer noch mehr ignoriert fühlen, hofft Yener.

4 Tipps gegen islamfeindliche Angriffe Vier Tipps gegen islamfeindliche Angriffe Quelle: Marie-Shirine Yener / @itsmaeril

Tipp 3: „Bieten Sie einen sicheren Ort“: Augenkontakt mit dem Opfer soll helfen, dass sich der oder die Angegriffene sicher fühlt. Auch dabei geht es für Yener darum, den Angreifer das Gefühl zu geben, dass sich niemand für ihn interessiert.

Tipp 4: „Fahren Sie mit der Konversation fort, bis der Angreifer abhaut“: Yener hofft, dass der Angreifer das Interesse verliert, wenn er keine Beachtung findet. Falls nötig, sollte der Helfer seinen Gesprächspartner nun an einen sicheren Ort bringen.

Die Künstlerin hofft, dass Ihre Strategie hilft, Situationen von alltäglicher Hass-Kriminalität entschärfen zu können. Klar ist, dass ihre Tipps kaum für Situationen geeignet sind, in denen Angreifer bewaffnet sind. Sie weist aber ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht nur gegen Islamfeinde wirken könnten.

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Von pach/RND

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