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Politik Die Farben des Herbstes
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07:24 23.09.2014
Von Matthias Koch
Der neue Trend in Thüringen? CDU, SPD und Grüne peilen Schwarz-Rot-Grün an. Quelle: dpa

Nach der Landtagswahl vom 14. September ist zwar Schwarz-Rot rechnerisch immer noch möglich. Doch nie war eine Große Koalition so klein. Schwarz-Rot hat nur eine Stimme Vorsprung. Erstmals fallen jetzt flehende Blicke aus der GroKo-Szene auf die Grünen: Könnten sie vielleicht im Gegenzug gegen den einen oder anderen Erfurter Ministerposten einem schwarz-roten Bündnis das erhoffte Sicherheitspolster geben? „Wir schließen nichts aus“, sagt der Chef der Bundes-Grünen, Cem Özdemir. „Wir reden auch mit CDU und SPD.“

Das neue Farbenspiel in diesem Herbst ist Ausdruck einer mehr als nur jahreszeitlich bedingten düsteren Verstimmung in beiden großen Parteien. Die CDU hat Angst vor einem zweiten „Kiel“. Ein einzelner Abweichler könnte die CDU-Frau Christine Lieberknecht bei der Wahl zur Ministerpräsidentin spektakulär scheitern lassen - wie einst Heide Simonis (SPD) im Jahr 2005 in Schleswig-Holstein. Die SPD hat Angst vor einem zweiten „Wiesbaden“. Zwar könnte sie in Erfurt mit der Linkspartei und den Grünen eine Koalition bilden. Aber auch dieses Bündnis hätte nur eine Stimme Vorsprung. In Hessen ließen im Jahr 2008 vier Abweichler aus dem Lager der Sozialdemokraten das von Andrea Ypsilanti angepeilte rot-rot-grüne Bündnis schon vor der Abstimmung scheitern.

Grünen-Chef Özdemir orakelte am Montag, Thüringen brauche „eine stabile, belastbare Regierung“. Die Freunde von Schwarz-Rot-Grün bei CDU und SPD deuteten dies als konstruktives Signal, als ausgestreckte Hand. Eine stabile, belastbare Regierung jedenfalls, so viel weiß man bei CDU und SPD, bekommen die beiden allein in Thüringen rechnerisch nicht mehr hin.

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