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Politik Russland spionierte Macron im Wahlkampf wohl aus
Mehr Welt Politik Russland spionierte Macron im Wahlkampf wohl aus
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12:22 27.07.2017
Emmanuel Macrons Wahlkampfteam soll über Facebook russischen Spionageangriffen ausgesetzt gewesen sein. Quelle: imago
San Francisco

Über zwei Dutzend falsche Facebook-Konten sollen russische Agenten erstellt und sich darin als Freunde oder Vertraute Macrons ausgegeben haben. So sollen sie den Insidern zufolge versucht haben, an persönliche Informationen über Mitarbeiter aus Macrons Wahlkampfteam zu kommen und ihr Verhalten zu überwachen.

Facebook bestätigte gegenüber Reuters, dass das Unternehmen Spionagekonten in Frankreich entdeckt und entfernt habe. Es habe zudem die Verbindung zu einer Abteilung des russischen Militärdienstes GRU herstellen können. Dieser Abteilung wurden auch Hackerangriffe auf die Demokraten im US-Wahlkampf 2016 vorgeworfen.

Facebook sperrt 30.000 Konten

Nach Facebook-Erkenntnissen soll es den Angreifern nicht gelungen sein, über die gefälschten Konten Passwörter auszuspionieren oder Schadsoftware zu verbreiten. Dies sei aber vermutlich das Ziel der Operation gewesen. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben automatisierte Erkennungssoftware und verstärkt auch Spezialisten ein, um Hackerangriffe aufzuklären. Im April habe Facebook 30.000 Konten gesperrt, über die im Zusammenhang mit der französischen Wahl Spam und Propaganda verbreitet worden sei, berichtet Reuters. Anschließend sei die Zahl dieser Konten auf 70.000 gestiegen.

Kurz vor der Stichwahl um die Präsidentschaft zwischen Macron und seiner Gegenkandidaten Marine Le Pen (Front National) im Mai wurden Tausende interne Dokumente aus Macrons Wahlkampfteam ins Internet gestellt.

Russland wies bislang alle Vorwürfe zurück, die französische Präsidentschaftswahl über Hacker beeinflusst zu haben.

Von RND/scha

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