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Politik Nach Trumps Steuerreform „droht Standortwettbewerb“
Mehr Welt Politik Nach Trumps Steuerreform „droht Standortwettbewerb“
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06:00 19.01.2018
Laut Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), fordert eine umfassende Unternehmenssteuerreform. Quelle: imago/Metodi Popow
Berlin

„Schaut man sich die Ankündigungen in Großbritannien und Frankreich sowie erste Reaktionen aus China an, dann wird klar, dass Steuern ein wichtiger Standortfaktor sind. Bei der Politik in Deutschland ist diese Erkenntnis noch nicht ausreichend gereift“, sagte Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „In den bisherigen Ergebnissen der aktuellen Sondierungsgespräche von Union und SPD kommt dieses Thema viel zu kurz.“ Zehn Jahre nach der letzten umfassenden Reform der Unternehmensbesteuerung gehöre das Thema unbedingt auf die Agenda der nächsten Bundesregierung: „Ansonsten droht Deutschland im Standortwettbewerb zurückzufallen.“

Apple hatte zuvor angekündigt, nach der US-Steuerreform den Großteil seiner Geldreserven von mehr als 250 Milliarden Dollar zurück ins Heimatland zu holen. „Die Ankündigung von Apple ist folgerichtig. Wenn die Steuerbelastungen reduziert werden, wird das positiv auf Investitionsentscheidungen von Unternehmen wirken“, so DIHK-Präsident Schweitzer. „Durch die US-Steuerreform wird die Belastung in den USA auf ein international gesehen mittleres Niveau abgesenkt – und das nach sehr langer Zeit.“ Hinzu komme für Unternehmen wie Apple ein besonderes Element der Steuerreform: Im Ausland geparkte Gewinne könnten zu nochmals niedrigeren Sätzen in die USA zurückgeholt werden. „Diese Möglichkeit dürften auch andere Konzerne noch nutzen“, so Schweitzer. „Für deutsche Unternehmen ist die Reform ein Ansatz, noch stärker in den USA zu investieren, zumal dort nunmehr auch Sofortabschreibungen von Investitionen möglich sind.“

Von RND

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